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Deutsche Telekom: Telekom-Discounter Congstar schreibt rote zahlen

von Jürgen Berke

Der Telekom-eigene Discounter Congstar steckt tief in den roten Zahlen und hat alle wichtigen Planvorgaben der Bonner Konzernzentrale verfehlt.

Das geht aus der internen Gewinn- und Verlustrechnung hervor, die die Congstar-Geschäftsleitung Ende Mai dem Aufsichtsrat präsentierte. Die WirtschaftsWoche veröffentlicht in ihrer am Montag erscheinenden Ausgabe die wichtigsten Kennziffern. Demnach erwartet Congstar-Geschäftsführer Alexander Lautz im laufenden Geschäftsjahr nur noch einen Umsatz von 132 Millionen Euro, zu Jahresbeginn waren noch 176 Millionen Euro geplant. Beim Start von Congstar im Sommer 2007 hatte Konzernchef René Obermann noch einen Umsatz von einer Milliarde Euro als realistisches Ziel ausgegeben. Von diesem Ziel ist die Telekom inzwischen abgerückt.

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Die verfehlten Umsatzzahlen schlagen bei Congstar voll auf den operativen Gewinn durch. Im vierten Jahr in Folge schreibt die Telekom-Tochter tiefrote Zahlen. Die operativen Verluste summieren sich allein im aktuellen Geschäftsjahr auf schätzungsweise 38 Millionen Euro. „Seit seiner Gründung hat Congstar weit über 100 Millionen Euro verbrannt, ohne dass der Telekom-Vorstand einschreitet“, sagt ein Telekom-Manager, der ungenannt bleiben will.

Die Telekom-Spitze stellt sich intern auf eine längere Durststrecke ein. Erst im Jahr 2013 will Congstar die Verlustzone verlassen und eine schwarze Null im operativen Geschäft schreiben. Das sieht die aktuelle Mittelfristplanung von Congstar vor. Congstar braucht demnach einen Umsatz von 230 Millionen Euro, um kostendeckend zu arbeiten.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.10.2010, 04:41 UhrAnonymer Benutzer: Johannes Bade

    Das wundert einen wenig. Seit über einem Jahr wünscht sich die Mehrheit der Kundschaft eine Datenoption, wie man sie bei anderen Mobilfunk-Discounter schon lange bekommt. Die Kunden sind dem Anbieter in Scharen davon gelaufen, weil sie keine Lust haben fast 360 EUR zu bezahlen, wo sie die gleiche Leistung bei den Mitbewerbern für rund 10 EUR bekommen.

    Der letzte macht das Licht aus!

  • 12.07.2010, 18:35 UhrAnonymer Benutzer: owu

    Kein Wunder, hatte eine Congstar-Prepaid Karte erworben. Telefonieren unmöglich. Die Karte wurde weder erkannt und natürlich auch nicht -oder- erfolglos freigeschaltet. Netter Service per Mail, jedoch keine Lösung des Problems. Angeblich Probleme bei der Freischaltung von Prepaidkunden. Nach 3 Tagen bekam ich eine bestellte Karte von Teldafax,
    ich legte sie ein und konnte sofort telefonieren.
    So muß es sein. Das Geld für die Congstar erhielt ich übrigens zurück.

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