Diebstahl-Statistik: Heiße Ware – die Lieblingsprodukte der Ladendiebe

Diebstahl-Statistik: Heiße Ware – die Lieblingsprodukte der Ladendiebe

Bild vergrößern

Ein Mann nimmt am Freitag (29.05.2009) in einem Tabakgeschäft in München (Oberbayern) eine Packung Zigaretten aus dem Warenregal. Im deutschen Einzelhandel sind im vergangenen Jahr Waren im Wert von 3,9 Milliarden Euro verschwunden, der Großteil davon wurde gestohlen: Tabakwaren werden besonders häufig gestohlen.

Im deutschen Einzelhandel sind im vergangenen Jahr Waren im Wert von 3,9 Milliarden Euro verschwunden, der Großteil davon wurde gestohlen. Eine Studie zeigt jetzt, welche Produkte auf den Klaulisten der Ladendiebe ganz oben stehen.

Dirk Roßmann war außer sich. „In einer unserer Filialen hatten wir Verluste von mehr als einer halben Million Euro“, berichtete der Drogerieunternehmer jüngst in einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

Erst bei einer verdeckten Videoüberwachung - in Absprache mit dem Betriebsrat - stellte sich heraus, „dass sich 21 Mitarbeiter von der Putzfrau bis zur Filialleitung jeden Abend die Taschen vollgestopft haben“, so Roßmann.  

Anzeige

Wie in dem Drogeriemarkt scheint es vielerorts zuzugehen. Im deutschen Einzelhandel sind im vergangenen Jahr Waren im Wert von 3,9 Milliarden Euro verschwunden. Schuld an diesem Inventurverlust sind Ladendiebe, kriminelle Mitarbeiter und Lieferantenfehler. Das geht aus einer Studie des Europäischen Handels-Instituts (EHI) hervor.

Kondome, Marken-Socken, Werkzeugzubehör

Der Löwenanteil des Schadens gehe mit 53 Prozent (zwei Milliarden Euro) auf unehrliche Kunden zurück, den eigenen Mitarbeitern werden 23 Prozent (0,9 Milliarden Euro) angelastet.

Der Rest entfalle auf Lieferanten, Servicekräfte und organisatorische Fehler. "Generell gilt“, so die Autoren der Studie: „Was sich gut verkauft, wird auch oft und gern geklaut.“  

Oft seien es kleine, relativ teure Artikel, die sich leicht in der Kleidung oder in Taschen verstecken lassen.

Im Lebensmittelhandel zählen zu den Diebstahlrennern Batterien, Rasierklingen, Tabakwaren, Spirituosen, Kondome, Schreibwaren und Zeitschriften. Drogeriemärkte beklagen einen rapiden Kosmetik-Schwund, vor allem Artikel wie Lippenstifte haben es Ladendieben angetan.

„Im Bekleidungshandel zählen Wäsche und Dessous, Marken-Socken und Feinstrümpfe sowie Accessoires zu den Artikeln, die oft nicht auf dem Kassenbon erscheinen“, heißt es in der EHI-Studie.

Elektronikhändler würden bei Inventuren immer wieder Konsolenspiele, CDs und DVDs, Speicherkarten und Druckerpatronen vermissen. Im Baumarkt rangieren derweil Elektrowerkzeuge und Werkzeugzubehör an oberster Schwund-Stelle.

Im Vergleich zum Vorjahr gingen den Angaben zufolge die Inventurverluste im deutschen Einzelhandel um drei Prozent zurück. Infolge der Wirtschaftskrise rechnet der Handel aber mit einer Zunahme der Kundendiebstähle um sechs Prozent. An der Untersuchung des EHI beteiligten sich 78 Unternehmen mit fast 12.500 Verkaufsstellen und einem Gesamtumsatz von rund 57 Milliarden Euro.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%