58 Cent: Die Post erhöht das Briefporto

28. Dezember 2012
Eine 58-Cent-Briefmarke. Quelle: dpaBild vergrößern
Eine 58-Cent-Briefmarke. Quelle: dpa

Der Versand von Standardbriefen wird zum ersten Mal seit 15 Jahren teurer: Ab dem 1. Januar 2013 erhöht sich das Porto auf 58 Cent. Alte Briefmarken werden aber nicht ungültig.

Im Zeitalter von Internet, E-Mail und SMS gilt der Brief längst als Auslaufmodell. Statt zur Feder, greifen die Verbraucher lieber in die Tasten, um Nachrichten zu verschicken. Aber wenn das Briefvolumen schrumpft, die Preise stabil bleiben und Kosten steigen, wird die Marge auf Dauer immer kleiner. Über 15 Jahre lang hat die Deutsche Post den Preis für die Beförderung des Standardbriefs nicht erhöht, einmal sogar leicht abgesenkt - jetzt aber wird er steigen: Ab dem 1. Januar müssen die Bundesbürger auf einen Standardbrief eine 58 Cent-Marke kleben.

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Keine Sorgen machen müssen sich die Verbraucher, dass nun die alten 55er Briefmarken ungültig werden. Diese könnten weiter genutzt werden, beteuert die Post. Allerdings müsste dann zusätzlich eine Drei-Cent-Marke auf einen Brief geklebt werden. Dazu würden genügend Marken vorrätig. Schon seit Anfang Dezember sind sie in allen Postfilialen erhältlich.

Anfang Oktober hatte der weltweite größte Post- und Logistikkonzern von der Bundesnetzagentur grünes Licht für die Erhöhung bekommen. Zwar hatte unter anderem die Monopolkommission Bedenken geäußert, doch nach so langer Zeit stabiler Preise hatte auch die oberste Aufsichtsbehörde über die deutschen Postmärkte keine Einwände mehr gegen einen Preisaufschlag.

Aus Sicht der Post hat die Portoerhöhung einen konkreten Hintergrund: Seit Jahren schrumpft das klassische Briefsegment. Briefe werden immer weniger befördert, weil das Internet mit E-Mail und sozialen Netzwerken die Welt der Kommunikation erobert hat. So schrumpfte der Umsatzanteil des Briefbereichs am Gesamtumsatz der Deutschen Post (2011: 53 Mrd Euro) auf ein Viertel. Vor einigen Jahren war es noch die Hälfte.

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