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58 Cent: Die Post erhöht das Briefporto

Der Versand von Standardbriefen wird zum ersten Mal seit 15 Jahren teurer: Ab dem 1. Januar 2013 erhöht sich das Porto auf 58 Cent. Alte Briefmarken werden aber nicht ungültig.

Eine 58-Cent-Briefmarke. Quelle: dpa
Eine 58-Cent-Briefmarke. Quelle: dpa

Im Zeitalter von Internet, E-Mail und SMS gilt der Brief längst als Auslaufmodell. Statt zur Feder, greifen die Verbraucher lieber in die Tasten, um Nachrichten zu verschicken. Aber wenn das Briefvolumen schrumpft, die Preise stabil bleiben und Kosten steigen, wird die Marge auf Dauer immer kleiner. Über 15 Jahre lang hat die Deutsche Post den Preis für die Beförderung des Standardbriefs nicht erhöht, einmal sogar leicht abgesenkt - jetzt aber wird er steigen: Ab dem 1. Januar müssen die Bundesbürger auf einen Standardbrief eine 58 Cent-Marke kleben.

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Keine Sorgen machen müssen sich die Verbraucher, dass nun die alten 55er Briefmarken ungültig werden. Diese könnten weiter genutzt werden, beteuert die Post. Allerdings müsste dann zusätzlich eine Drei-Cent-Marke auf einen Brief geklebt werden. Dazu würden genügend Marken vorrätig. Schon seit Anfang Dezember sind sie in allen Postfilialen erhältlich.

Stärke 1: Volle Kassen

Der Verkauf der Postbank machte es möglich: Weil der Deal den Bonnern vor drei Jahren 4,9 Milliarden Euro in die Kassen spülte, besitzt der Dax-Konzern heute unter dem Strich ein Geldpolster von 938 Millionen Euro. Die Mittel nutzt er vor allem für Investitionen in effizientere Briefzentren und für den Ausbau des asiatischen Express- und Frachtgeschäfts.

Umfangreiche Zukäufe wie unter dem einstigen Vorstandschef Klaus Zumwinkel, die insbesondere in den USA mit Milliardenverlusten endeten, soll es dagegen nicht mehr geben. Außerdem flossen vergangenes Jahr 2,37 Milliarden Euro Cash in die Kasse - 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bild: dpa

Anfang Oktober hatte der weltweite größte Post- und Logistikkonzern von der Bundesnetzagentur grünes Licht für die Erhöhung bekommen. Zwar hatte unter anderem die Monopolkommission Bedenken geäußert, doch nach so langer Zeit stabiler Preise hatte auch die oberste Aufsichtsbehörde über die deutschen Postmärkte keine Einwände mehr gegen einen Preisaufschlag.

Aus Sicht der Post hat die Portoerhöhung einen konkreten Hintergrund: Seit Jahren schrumpft das klassische Briefsegment. Briefe werden immer weniger befördert, weil das Internet mit E-Mail und sozialen Netzwerken die Welt der Kommunikation erobert hat. So schrumpfte der Umsatzanteil des Briefbereichs am Gesamtumsatz der Deutschen Post (2011: 53 Mrd Euro) auf ein Viertel. Vor einigen Jahren war es noch die Hälfte.

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