A400M: Rätselraten um gelöschte Daten und Demo-Flüge in Paris

A400M: Rätselraten um gelöschte Daten und Demo-Flüge in Paris

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Airbus führt seinen A400M auf der Pariser Luftfahrtmesse vor.

Wenige Wochen nach dem Absturz eines A400M wird der Militärtransporter bei der Pariser Luftfahrtmesse starten. Erste Ermittlungen weisen derweil darauf hin, dass Triebwerksdaten des Unglücksfliegers gelöscht wurden.

Einen Monat liegt der Absturz des Militärtransporters A400M im spanischen Sevilla zurück. Was den Triebwerksausfall, der vier Menschen das Leben kostete, auslöste, ist noch immer nicht geklärt. Laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Person könnten jedoch während einer Software-Installation versehentlich gelöschte Triebwerksdaten für die Katastrophe verantwortlich sein.

Ohne diese Dateien funktionieren die Steuercomputer der Triebwerke nicht ordnungsgemäß. Die Ermittlungen seien zwar noch in einer frühen Phase, heißt es. Das Problem mit den gelöschten Daten könnte jedoch den Unglücksverlauf erklären.

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Technische Daten zum A400M

  • Länge

    45,1 Meter

  • Flügelspannweite

    42,4 Meter

  • Höhe

    14,7 Meter

  • Leergewicht

    76,5 Tonnen

  • Nutzlast

    37 Tonnen für 116 Passagiere oder 66 Krankenliegen oder ein gepanzertes Fahrzeug

  • Benzintank

    50,5 Tonnen

  • Geschwindigkeit

    780 Stundenkilometer

  • Reichweite

    4500 Kilometer mit 30 Tonnen Zuladung oder 8700 Kilometer leer

Fest steht bislang, dass nach dem Start der Maschine drei der vier Triebwerke ausfielen: Sie bleiben bei einer bestimmten Drehzahl stehen, während sich die Leistung nicht mehr erhöhen ließ, wie Airbus mitteilte. Der Versuch des Piloten, die Maschine noch zu landen, scheiterte.

Flüge in Paris

Während die Ermittler die Katastrophe weiter untersuchen, gibt sich Hersteller Airbus auch alle Mühe, sein Milliardenprojekt in gutem Licht erscheinen zu lassen. Am Mittwoch kündigte der Konzern an, die A400M-Maschine mit der Kennung MSN6 auf der Pariser Luftfahrtmesse von Montag bis Freitag jeden Tag vorzuführen.

A400M-Absturz Der Fluch der Triebwerke

Nach dem Absturz eines A400M in Spanien laufen die Ermittlungen. Erste Berichte deuten auf Probleme mit den Triebwerken der Maschine hin. Die bereiten den Konstrukteuren seit Anbeginn Probleme.

Ein A400M des Herstellers Airbus. Quelle: dpa

„Wir haben vollständiges Vertrauen in die A400M und sind erfreut, die Flugvorführung wie geplant durchzuführen“, teilte der Chef der Militärflugzeugsparte, Fernando Alonso, am Mittwoch mit. Der Flugzeugbauer hatte bereits wenige Tage nach dem Unglück weitere Testflüge mit A400M-Modellen unternommen – unter anderem mit Manager Alonso selbst an Bord, um möglichst laut für die Sicherheit des Fliegers zu trommeln. Die meisten Länder, darunter auch Deutschland, hatten den Flugbetrieb mit der Maschine nach dem Absturz ausgesetzt.

Für Airbus ist entscheidend, dass die Präsentation des Fliegers auf der wichtigen Luftfahrt-Show bei Paris nicht zum Debakel gerät. Schon 2011 hatte sich der Konzern mit dem A400M blamiert: Weil es Probleme mit den Getrieben gab, musste der Konzern 2011 ganz auf Demonstrations-Flüge verzichten.

Ein Jahr später konnte der Flieger beim Branchenevent in Farnborough nicht abheben, weil Metallspäne im Getriebekasten der Maschine gefunden worden waren. Sie hätten das Flugzeug zum Absturz bringen können.

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