Adidas: Investor stellt Kooperation mit Fifa infrage

Adidas: Investor stellt Kooperation mit Fifa infrage

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Wird Adidas auch in Zukunft mit der Fifa zusammenarbeiten?

Ein hochrangiger Adidas-Investor fordert, dass der Sportartikelhersteller seine Zusammenarbeit mit der Fifa überdenkt. Man könne nicht mit einem offensichtlich korrupten Partner zusammenarbeiten.

Unter den Adidas-Aktionären werden Forderungen nach einem Ende der Zusammenarbeit des Sportausrüsters mit dem skandalträchtigen Weltfußballverband Fifa laut. "Adidas muss jetzt prüfen, ob der Fifa-Vertrag zu kündigen ist", sagte der Vorsitzende der Vereinigung Institutioneller Privatanleger (VIP), Hans-Martin Buhlmann, der "Welt am Sonntag". So könne Druck für eine Neugestaltung der Fifa aufgebaut werden. Buhlmann vertrat auf der diesjährigen Hauptversammlung eigenen Angaben zufolge knapp 3,2 Millionen Aktien im Wert von 230 Millionen Euro. Damit gehört er zu den größeren Investoren-Vertretern.

Buhlmann kritisierte laut Vorabbericht, Adidas könne nicht von seinen Beschäftigten gesetzestreues Verhalten verlangen, "wenn gleichzeitig Geschäftsbeziehungen zu einem Verband fortgesetzt werden, bei dem es offensichtlich Korruption gibt". Bei der Neuaufstellung der Fifa könne Adidas-Chef Herbert Hainer eine Schlüsselrolle übernehmen. Sein Vertrag läuft bis März 2017.

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FIFA-Skandal Die unrühmliche Rolle von Adidas, McDonald‘s und Co.

Der Korruptionsskandal der FIFA geht auch an den Sponsoren nicht spurlos vorbei. Doch anstatt die FIFA unter Druck zu setzen und ihre eigene Rolle zu hinterfragen, äußern sie nur halbherzig Kritik.

Joseph Blatter mit dem offiziellen Weltmeisterschaftsball von Adidas Quelle: dpa

Adidas gehört seit Jahrzehnten zu den Groß-Sponsoren des Fußballverbandes, der derzeit vom schwersten Korruptionsskandal seiner Geschichte erschüttert wird. US-Behörden ermitteln gegen mehrere ehemalige und aktive Fifa-Funktionäre, darunter nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittler auch gegen Präsident Joseph Blatter. Dieser hat seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Adidas hat dies als Schritt in die richtige Richtung begrüßt.

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