Ärgernis für Kunden: Post-Warnstreik: Millionen Briefe bleiben liegen

Ärgernis für Kunden: Post-Warnstreik: Millionen Briefe bleiben liegen

Bei der Deutschen Post laufen ab heute Warnstreiks. Ein Ärgernis für die Kunden: Millionen Briefe werden laut Verdi liegen bleiben. Betroffen sind vor allem NRW, Berlin und Baden-Württemberg.

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Briefe stapeln sich in einem Briefverteilzentrum. Bei der Post gibt es Warnstreiks.

Viele Postkunden werden am Mittwoch vergeblich auf Briefe und Pakete warten. Im Tarifstreit mit der Deutschen Post haben schon am frühen Morgen Hunderte Briefträger die Arbeit niedergelegt. Millionen Briefe und Pakete blieben deshalb nach Verdi-Angaben liegen.

Zunächst sollten vor allem Zusteller in den Ausstand treten. Später könnten auch andere Bereiche betroffen sein, sagte ein Verdi-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. In Nordrhein-Westfalen etwa kamen nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Postboten nicht zur Arbeit, allein hier sollten rund eine Million Briefe und Pakete ihre Empfänger am Mittwoch nicht erreichen, wie ein Sprecher erklärte. In Berlin und Baden-Württemberg trugen jeweils 500 Zusteller die Post nicht aus. Dort sollten Briefkästen in Karlsruhe, Mannheim und Freiburg leer bleiben.

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In Hessen sollten sich gut 300 Briefträger an den Warnstreiks beteiligen. Rund 600.000 Briefe und Pakete kämen deshalb mit Verzögerung an, hieß es. Insgesamt seien Zusteller in 17 Städten und Regionen aufgerufen, die Postsäcke stehen zu lassen, sagte der Verdi-Sprecher. In Niedersachsen legten auch Sortierer und Filialmitarbeiter die Arbeit nieder. Die Post will die Auswirkungen durch den Einsatz von Service-Partnern so weit wie möglich begrenzen, wie ein Post-Sprecher am Dienstagnachmittag sagte.

In Großstädten wie Berlin, Hamburg und Köln waren Kundgebungen geplant. Auch in Hannover sollte es eine Aktion geben.

Nach einer zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zwischen der Gewerkschaft und der Post soll es bis zum nächsten Treffen am 25. April Warnstreiks geben. Die Gewerkschaft fordert für die 132.000 Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Auch die Auszubildenden sollen im Monat 65 Euro mehr bekommen. Das Post hat noch kein Angebot vorgelegt. Ein Konzernsprecher kritisierte die Warnstreiks. "Wir halten den Streik für unnötig." Die Tarifparteien seien in den Verhandlungen, die sachlich und konstruktiv gewesen seien, weiter gekommen.

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