Air Berlin: Air Berlin drohen Hunderte Kündigungsklagen

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Maschine der Air Berlin.

von Henryk Hielscher und Rüdiger Kiani-Kreß

Der Verkauf der insolventen Air Berlin könnte durch arbeitsrechtliche Fragen blockiert werden, befürchten mit der Sanierung vertraute Personen.

Der Verkauf der insolventen Air Berlin könnte durch arbeitsrechtliche Fragen blockiert werden, befürchten mit der Sanierung vertraute Personen. Das berichtet die WirtschaftsWoche. Grund sind mögliche Kündigungsschutzklagen von Hunderten Beschäftigten aus der Luftverkehrs KG, die gut 40 Prozent des Air-Berlin-Flugbetriebs ausmacht. Diese Beschäftigten könnten versuchen, sich nach Abschluss des Verkaufs unter Verweis auf einen Betriebsübergang beim späteren Erwerber wieder einzuklagen. „Damit würde für Bieter wie Lufthansa und Easyjet eine Übernahme unattraktiv“,  so ein Insider. Für einen Käufer wäre dies ein Problem, weil die Gehälter der KG-Mitarbeiter  wegen hoher Zusatzleistungen teilweise weit über Branchenschnitt liegen.

Zur Lösung des Problems prüfen die beteiligten Sanierer nach WirtschaftsWoche-Informationen auch drastische Szenarien. Dazu zählt, Betriebsteile der KG wie Flugzeuge kurz stillzulegen. Das soll einen Betriebsübergang vermeiden und einen Verkauf ohne Mitarbeiter ermöglichen. Anschließend müssten sich die Beschäftigten zu niedrigeren Gehältern neu bewerben.

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Zahlreiche Kündigungsschutzklagen von Beschäftigen hatte 2012 den Verkauf der insolventen Drogeriekette Schlecker an Investoren verhindert, weshalb beteiligte Berater bei Air Berlin intern bereits vom „Schlecker-Effekt“ sprechen.

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Bieterrennen um Air Berlin Niki Lauda und Condor wollen wohl Angebot abgeben

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Niki Lauda im Jahr 2012 Quelle: dpa
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