Air Berlin: Airline schafft Gratis-Getränke auf Europaflügen ab

Air Berlin: Airline schafft Gratis-Getränke auf Europaflügen ab

, aktualisiert 05. August 2016, 14:12 Uhr
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Ein Airbus A330 der Fluggesellschaft Air Berlin

Die verlustträchtige Fluglinie Air Berlin lässt sich Bier und Snacks an Bord künftig bezahlen. Gleichzeitig soll eine Business Class eingeführt werden. Auch Thomas-Cook-Tochter Condor hält künftig die Hand auf.

Noch in diesem Jahr müssen Air-Berlin-Passagiere auf Inlands- und Europastrecken für Kaffee, Wasser, Bier und Snacks in den Maschinen Geld zahlen, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Bislang waren die Leistungen im Flugpreis inbegriffen. "Wir folgen damit dem Trend in der Branche." Wann genau die Umstellung auf das „Buy-on-Board“-Konzept in der Economy Class erfolgt und wie viel Geld die zweitgrößte deutsche Fluglinie damit spart, sei derzeit nicht klar.

Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor gab bekannt, dass Economy-Gäste außer auf der Langstrecke nur noch bis Ende Oktober Wasser, Kaffee und Tee umsonst erhalten. Für andere Getränke und Essen verlangt Condor schon bisher Geld. Zuerst hatte die Fachzeitschrift „fvw“ über die Änderung berichtet.

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Gleichzeitig richtet Lufthansa-Konkurrent Air Berlin in den Jets seiner Europaflotte eine Business Class ein. Die erste Reihe der Flugzeuge werde künftig für Passagiere der Buchungsklasse reserviert. Speziell angefertigte Sitze werde es aber nicht geben, dafür bleibe der Mittelsitz zwischen den Passagieren frei. Die Anordnung findet sich auch bei anderen europäischen Airlines. Für Business-Kunden gebe es dann auch bevorzugtes Einchecken, mehr Freigepäck, Vortritt beim Betreten des Flugzeugs - sowie kostenlose Speisen und Getränke an Bord.

Lufthansa und Air Berlin Letzte Chance für den Flugzombie

Die Verhandlungen über eine teilweise Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa sind Teil eines verzweifelten Ringens. Das wird die Beteiligten zu einer Reihe unangenehmer Entscheidungen zwingen.

Quelle: dpa

Die mit ihrem Mallorca-Shuttle bekanntgewordene Air Berlin steckt wegen eines übereilten Expansionskurses und einer unklaren Strategie tief in der Krise. In den vergangenen acht Jahren wurden unter dem Strich nur einmal schwarze Zahlen eingeflogen. Vergangenes Jahr erreichte der Nettoverlust mit knapp 450 Millionen Euro Rekordhöhe. Großaktionär und Geldgeber Etihad - eine staatliche Fluglinie vom Persischen Golf - drängt verstärkt auf eine Trendwende.

Skytrax-Ranking: Die besten Airlines der Welt

  • Platz 10

    Garuda Indonesia

    Vorjahr: Rang 11

    Quelle: Skytrax

  • Platz 9

    Hainan Airlines

    Vorjahr: Rang 12

  • Platz 8

    Etihad Airways

    Vorjahr: Rang 6

  • Platz 7

    Lufthansa

    Vorjahr: Rang 10

  • Platz 6

    EVA Air

    Vorjahr: Rang 8

  • Platz 5

    Cathay Pacific

    Vorjahr: Rang 4

  • Platz 4

    Emirates

    Vorjahr: Rang 1

  • Platz 3

    ANA All Nippon Airways

    Vorjahr: Rang 5

  • Platz 2

    Singapore Airlines

    Vorjahr: Rang 3

  • Platz 1

    Qatar Airways

    Vorjahr: Rang 2

Ein Ende der Misere könnte Branchen-Insidern zufolge ausgerechnet durch Lufthansa kommen. Der Erzrivale verhandelt Branchen-Insidern zufolge mit den Berlinern über den Kauf eines Teils des Geschäfts. Konkret gehe es um die Übernahme von etwa 40 der 150 Maschinen aus der Air-Berlin-Flotte samt Crews, hatten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen Mitte Juli zu Reuters gesagt.

Die Flugzeuge seien vor allem auf touristischen Strecken abseits der beiden Air-Berlin-Drehkreuze Berlin und Düsseldorf unterwegs. Die Lösung hätte auch Charme für Etihad, da die schnellwachsende Gesellschaft vor allem daran interessiert ist, über Air Berlin mehr Passagiere an das eigene Drehkreuz nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu lotsen.

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