Air Berlin: Neue Langstrecke nach Dallas vor dem Aus

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Flugzeug von Air Berlin

von Rüdiger Kiani-Kreß

Air Berlin erwägt, die erste der drei neuen USA-Verbindungen noch vor dem Start wieder zu streichen. Eine Exklusivmeldung.

Air Berlin erwägt, die erste der drei neuen USA-Verbindungen noch vor dem Start wieder zu streichen. Wie die Wirtschaftswoche aus Branchenkreisen erfuhr, will die angeschlagene Fluglinie die für den kommenden März geplante neue Verbindung von Düsseldorf nach Dallas im US-Bundesstaat Texas gar nicht erst aufnehmen. „Die Strecke steht auf dem Prüfstand“, erklärte ein Sprecher gegenüber der Wirtschaftswoche. „Doch eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.“ Laut mit der Sache vertrauten Personen ist der Stopp der Verbindung jedoch schon beschlossen und soll am kommenden Mittwoch verkündet werden.

Zu den Hintergründen wollte sich der Sprecher nicht äußern. In Branchenkreisen ist jedoch zu hören, dass die Flüge deutlich schlechter gebucht waren als erwartet. Dazu hat offenbar vor allem beigetragen, dass die Zusammenarbeit mit dem Partner American Airlines auf der Route nicht wie geplant klappte.

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Die US-Fluglinie, mit der Air Berlin im Rahmen der Flugallianz Oneworld zusammenarbeitet, habe entgegen früheren Zusagen den Flug aus Deutschland in ihr Drehkreuz Dallas- Fort Worth offenbar nicht wie erwartet im Vertrieb unterstützt. Die ebenfalls für Ende März angekündigten Flüge von Air Berlin aus Düsseldorf nach San Francisco und Boston sollen jedoch wie geplant starten.

Kunden, die bereits einen Flug gebucht haben, müssen sich nun auf eigene Faust einen neuen Flug suchen. Denn laut geltendem Recht muss die Fluglinie zwar das Geld zurück bezahlen. Doch sie in der Regel weder eine Entschädigung zahlen, noch auf ihre Kosten auf einen alternativen Flug umbuchen.

Für Air Berlin-Chef Stefan Pichler wirft ein Verzicht auf den Flug nach Texas ein schlechtes Licht auf seine neue Sanierungsstrategie, die er im vergangenen November angekündigt hatte. Dabei wollte er die Fluglinie verstärkt auf mehr Langstrecken-Verbindungen und Routen für Geschäftsreisende drehen. Dazu gehörten auch die neuen Flüge von Düsseldorf in die US-Städte Boston und San Francisco sowie die kubanische Hauptstadt Havanna. Auch für Berlin hatte Pichler weitere Langstrecken zugesagt. Davon erhoffte er sich höhere Erträge als auf den zunehmend von Billigfliegern dominierten Urlaubsrouten innerhalb Europas.

Doch nun muss Air Berlin das für den Dallas-Flug vorgesehene Flugzeug wieder vermehrt im Ferienverkehr nutzen. Laut mit der Sache vertrauten Personen dürfte der Airbus A330 nun zusätzliche Verbindungen in die Karibik fliegen und könnte im kommenden Sommer sogar auch wieder in Richtung Mallorca starten. Genau einen solchen Einsatz wollte Pichler eigentlich künftig abstellen, weil der große Airbus auf den kurzen Routen in der Regel deutlich teurer fliegt als die kleineren Modelle A320 oder Boeing 737.

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