Air Berlin und Eurowings: Die düsteren Visionen des Ryanair-Chefs

Air Berlin und Eurowings: Die düsteren Visionen des Ryanair-Chefs

, aktualisiert 26. März 2017, 15:17 Uhr
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Ryanair-Chef Michael O'Leary sagt seiner Konkurrenz eine düstere Zukunft voraus.

Quelle:Handelsblatt Online

Air Berlin und die Lufthansa-Tochter Eurowings könnten in wenigen Jahren vom Markt verschwinden, sagt Ryanair-Chef Michael O'Leary voraus. Hinter seinen Kassandrarufen steckt Kalkül.

FrankfurtDer Chef des irischen Billigfliegers Ryanair sieht für die Zukunft der Lufthansa-Tochter Eurowings und der angeschlagenen Air Berlin schwarz. „In spätestens drei Jahren wird Lufthansa Air Berlin gekauft haben“, sagte Michael O'Leary der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Ein schleichendes Verschwinden von Air Berlin könne Ryanair nutzen und den Marktanteil in Deutschland in zwei bis drei Jahren auf 20 Prozent verdoppeln. Auch bei Eurowings, dem 2018 startenden Billigableger der Lufthansa, zeigt sich der Ryanair-Chef pessimistisch. „Die werden Eurowings in ein paar Jahren einstellen oder mit Lufthansa verschmelzen.“

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Ryanair hat bereits zum Angriff auf die Lufthansa an ihrem Heimatdrehkreuz Frankfurt geblasen. Die Ankündigung, ab März den vorher wegen seiner Entgelte gemiedenen Flughafen ins Programm zu nehmen, hatte in der Branche ein Erdbeben ausgelöst. Grund ist, dass die Betreibergesellschaft Fraport nach einem Passagierminus im vergangenen Jahr nun Gesellschaften fördert, die schnell wachsen. Die Rabatte gelten für neue und alteingesessene Fluglinien gleichermaßen. Doch profitieren Neuzugänge wegen der höheren Wachstumszahlen mehr. Nach Darstellung der Lufthansa gibt es deshalb zurzeit an dem viergrößten europäischen Flughafen keinen fairen Wettbewerb.

Rabatte sind für O'Leary denn auch der Dreh- und Angelpunkt. „Wenn wir keine Vergünstigungen bekommen, fliegen wir nicht. Weil es sich dann nicht lohnt, so günstige Tickets anzubieten.“ Dass man auch von größeren Flughäfen fliege, heiße aber nicht, sich von kleineren zurückzuziehen. Wenn sie die Rabatte weiter gewährten, bleibe man dort. Auch dem Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz wolle man nicht den Rücken kehren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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