Air Berlin: Was die Linie von ihrem Retter alles braucht

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Air Berlin: Was die Linie von ihrem Retter alles braucht

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Airberlin: Probleme, die der Airline erst bevorstehen.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann arbeitet an neuen Partnerschaften neben der Lufthansa. Denn nur mit Helfern wie Delta aus den USA oder chinesische HNA Group kann er die Kosten so weit senken, dass die Linie überlebt.

Wenn es um die Zahl seiner Partner geht, kann sich Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann eigentlich nicht beklagen. Deutschlands zweitgrößte Airline hat je nach Zählweise bis zu 25 Bindungen an andere Fluglinien. Darunter sind prominente Namen wie American Airlines, British Airways, Etihad aus Abu Dhabi und nicht zuletzt die Lufthansa, für die die Hauptstadtlinie 38 Jets betreibt.

Trotzdem will Winkelmann mehr. „Wir sind offen für neue Partnerschaften neben unseren bisherigen mit Etihad und Lufthansa“, erklärte der ehemalige Lufthansa-Manager, als er vor zwei Wochen die Bilanz für 2016 vorstellte, mit Rekordverlusten und Schulden in Milliardenhöhe.

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Hinter Winkelmanns Wunsch steckt keine Gier, sondern der schiere Überlebenswillen. Denn seine vielen Verbindungen haben einen Nachteil: „Die meisten bringen wenig ein und nicht wenige davon vergrößern sogar unsere Probleme“, so ein Insider. So verlangt etwa Etihad im Gegenzug für ihre Hilfe, dass Air Berlin viele Verlust-Strecken bedient.

Das soll bei einem neuen Partner anders werden. „Mit dem Richtigen hätten wir pro Jahr mindestens 300 Millionen Euro mehr in der Kasse“, heißt es in Berlin. „Damit würden wir dann zumindest operativ wieder Geld verdienen.“ Einen möglichen Partner neben Lufthansa und Etihad sucht Winkelmann laut Insidern derzeit vor allem außerhalb Europas. Kontakte gibt es zu Delta in den USA, die sich bereits an fast einem halben Dutzend Fluglinien beteiligt hat. Noch öfter fällt der Name der chinesischen HNA Group, die weltweit fast 20 Fluglinien betreibt.

Die Suche gilt zwar vielen in der Branche als Ablenkung. Sie glauben, Winkelmann sei nur eine Art Strohmann von seinem Duz-Freund und Lufthansa-Chef Carsten Spohr. „Es soll doch nur so aussehen, dass es am Ende keine Alternative zur Lufthansa gibt, auch wenn dafür das Kartellrecht gebrochen werden muss“, formuliert Ryanair-Chef Michael O’Leary den Unmut der Wettbewerber. Doch ein Vertrauter Winkelmanns weist das zurück. „Für eine Rolle als Marionette ist Thomas nicht zu haben.“

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Air Berlin Quelle: REUTERS

Was genau Winkelmann von seinem neuen Helfern erwartet, behält er noch für sich. „Sie können gerne bei uns investieren, müssen aber nicht“, mehr gab der 57-Jährige bisher nicht preis. Wer sich in der Air-Berlin-Zentrale in der Nähe des Berliner Flughafens Tegel umhört, erfährt jedoch: „Es geht nicht in erster Linie um Spenden, sondern Hilfe beim Sparen“, so ein Insider. Konkret geht es um drei Dinge, die rund 300 Millionen Euro pro Jahr bringen sollen.

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