Airbus: Linienflieger lassen Airbus durchstarten

Airbus: Linienflieger lassen Airbus durchstarten

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Airbus kann ein durchweg gutes Wachstum verzeichnen.

Airbus hat im ersten Halbjahr seinen Gewinn kräftig ausbauen können. Das verdankt der Flugzeugbauer vor allem dem Erfolg seiner Linienflieger. Die finanziellen Folgen des A400M-Absturzes hat der Konzern weggesteckt.

Der Flugzeugbauer Airbus profitiert von der Erneuerung seiner Modellpalette. Der Gewinn kletterte trotz der Belastungen infolge des Absturzes eines Militärtransporters A400M im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 732 Millionen Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Airbus schnitt auch dank der Erlöse aus dem Verkauf seiner Anteile an Dassault besser ab als von Analysten erwartet.

Der Umsatz erhöhte sich dank gestiegener Auslieferungszahlen und günstigerer Währungsverhältnisse um 16 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. „Die Geschäftsergebnisse zeigen, dass wir auf Kurs sind, unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2015 zu erreichen. Wir verzeichnen über das gesamte Portfolio hinweg ein hohes Wachstum“, erklärte Airbus-Chef Tom Enders. Umsatz, Betriebsgewinn und Dividende sollen demnach steigen.

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Airbus-Chef Tom Enders Deutschland muss sich zur Rüstungsindustrie bekennen

Thomas Enders ist ein Mann der klaren Worte. Im Interview spricht der Airbus-Chef über Spionage gegen sein Unternehmen, die Konsolidierung der Rüstungsbranche, die Chancen des A400M und Neuerungen beim Superjumbo A380.

Airbus-Chef Thomas Enders über deutsche Geheimdienste und dem Bekenntnis zur Rüstungsindustrie. Quelle: Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

Allein auf der Pariser Luftfahrtmesse waren zuletzt 421 Maschinen bei Airbus bestellt worden. „Dies unterstreicht die anhaltend gute Auftragslage auf dem Zivilflugzeugmarkt“, hieß es. Im ersten Halbjahr erhielt der Boeing-Rivale Aufträge für 348 Verkehrsflieger, fast 60 mehr als vor Jahresfrist. Enders erfreute sich am Hochlauf des Langstreckenjets A350 XWB. Die Auslieferungen des Transporters A400M seien mittlerweile nach dem Absturz wieder aufgenommen worden. Die Verzögerung habe den Konzern mit 290 Millionen Euro belastet.

Umsatzzahlen der Airbus-Geschäftsfelder

  • Zivilflugzeuge

    2014: 68 Prozent des Gesamtumsatzes

    2012: 64 Prozent
    2011: 59 Prozent

  • Rüstung

    2014: 10 Prozent des Gesamtumsatzes

    2012: 15 Prozent
    2011: 20 Prozent

  • Hubschrauber

    2014: 11 Prozent des Gesamtumsatzes

    2012: 11 Prozent
    2011: 10 Prozent

  • Raumfahrt

    2014: 118 Prozent des Gesamtumsatzes

    2012: 10 Prozent
    2011: 11 Prozent

    Quelle: Unternehmensangaben

Während die Einnahmen aus dem Verkehrsfliegersegment im Quartal um fast ein Fünftel zulegten, blieben die kleineren Sektoren hinter diesem Wert zurück. Das Helikoptersegment verzeichnete ein Wachstum von drei Prozent, die Sparte Raumfahrt und Rüstung legte um sechs Prozent zu.

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