Aktionärsstreit bei Rhön Kliniken: Vorstand macht Friedensangebot an Asklepios

exklusivAktionärsstreit bei Rhön Kliniken: Vorstand macht Friedensangebot an Asklepios

von Jacqueline Goebel

Vor der anstehenden Hauptversammlung am 7. Juni geht der Vorstand der Rhön Kliniken auf seinen Großaktionär Asklepios und seinen Besitzer Bernard große Broermann zu.

„Wir haben bisher noch nicht gesprochen“, sagte Vorstandsvorsitzender Stephan Holzinger der WirtschaftsWoche. „Aber ich würde mich auch über einen Austausch mit Herrn Broermann freuen.“

Asklepios-Gründer Broermann und die beiden anderen Großaktionäre gelten als zerstritten. Broermann hatte mit Asklepios seine Anteile kurz vor der Hauptversammlung auf 25,1 Prozent aufgestockt, damit hält Broermann nun eine Sperrminorität. Auch der Großaktionär Ludwig Braun, Gründer des Medizintechnikherstellers B. Braun Melsungen, verfügt über 25 Prozent der Anteile von Rhön. Eugen Münch, Gründer der Kliniken, hält gemeinsam mit seiner Frau aktuell rund 23 Prozent der Anteile.

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Broermann könnte nun einen Sitz im Aufsichtsrat verlangen. „Grundsätzlich strebt Asklepios eine angemessene Repräsentanz im Aufsichtsrat an“, bestätigte ein Asklepios-Sprecher der WirtschaftsWoche. Braun verfügt bereits über einen Sitz. Auf der Hauptversammlung in der kommenden Woche soll außerdem Annette Beller, Finanzchefin von B. Braun, als Aufsichtsrätin bestätigt werden. „Die Stimmen von Münch und Braun dürften ausreichen, um einen entsprechenden Beschluss zu fällen“, sagt Rhön-Vorstandschef Holzinger. Einen Sitz für Asklepios im Aufsichtsrat sieht er jedoch kritisch. „Das wäre in der Automobilbranche schwer vorstellbar, dass Daimler im Aufsichtsrat von BMW sitzt“, sagte Holzinger der WirtschaftsWoche.

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