Alexander Dobrindt: Entscheidung über Grube-Nachfolge in Kürze

Alexander Dobrindt: Entscheidung über Grube-Nachfolge in Kürze

, aktualisiert 05. Februar 2017, 16:58 Uhr
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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt

Über die Nachfolge des zurückgetretenen Vorstandschefs der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, wird laut Dobrindt in Kürze entschieden. Eine SPD-Verkehrsexpertin plädiert für einen Kandidaten von außerhalb des Konzerns.

Über die Nachfolge des überraschend zurückgetretenen Vorstandschefs der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, wird nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Kürze entschieden. Allerdings nicht schon an diesem Montag, sagte der CSU-Politiker in München mit Blick auf eine Sitzung der Parteivorsitzenden der großen Koalition in München.

„Wir arbeiten natürlich täglich daran und suchen nach einer entsprechenden Personallösung. Es wird in Kürze so weit sein“, betonte Dobrindt. Aber: „Das steht nicht für heute und nicht für morgen an.“ Auf die Frage, ob die Entscheidung in dieser Woche falle, sagte er: „abwarten“.

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Aus der Union verlautete, Ronald Pofalla, Ex-Kanzleramtschef von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), habe Chancen auf den höchsten Posten des Staatsunternehmens. Die SPD würde das gern verhindern. Pofalla ist derzeit Infrastruktur-Vorstand bei der Bahn. Dobrindt sagte, er äußere sich nicht zu solchen Spekulationen. Grube war vor einer Woche nach einem Streit mit dem Aufsichtsrat überraschend zurückgetreten.

Die SPD-Verkehrsexpertin und Bahn-Aufsichtsrätin Kirsten Lühmann hat sich gegen Ex-Kanzleramtsminister Roland Pofalla als neuen Bahnchef ausgesprochen. Der Aufsichtsrat habe Pofalla erst vor acht Wochen zum neuen Netz-Vorstand ernannt, den Technik-Bereich davon aber wegen Pofallas fehlender Erfahrung ausgegliedert, sagte Lühmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Ich halte diese Entscheidung immer noch für gut und richtig. Und dann kann ich aber nicht acht Wochen später sagen, er ist geeignet, Vorstandsvorsitzender zu werden."

Lühmann plädierte für einen Kandidaten von außerhalb des Konzerns, der möglichst schon im März präsentiert werden sollte. Sie sei auch dagegen, einen Übergangskandidaten für zwei oder drei Jahre zu benennen.

Der langjährige Bahnchef Rüdiger Grube war am Montag im Streit um die Dauer einer Vertragsverlängerung mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Grube sollte eigentlich noch zwei oder drei Jahre den Konzern führen. In dieser Zeit hätte Pofalla, der bereits Cheflobbyist im Vorstand war, Erfahrung im zentralen Geschäftsfeld Infrastruktur sammeln können. So hätte der CDU-Politiker als Favorit für Grubes Nachfolge gegolten - sofern die Union das Kanzleramt nach der Bundestagswahl im Herbst wieder besetzt hätte.

Das Vorschlagsrecht für den Vorstandschef liegt traditionell beim Kanzleramt. Der Koalitionspartner SPD, der zudem indirekt noch über das Wirtschaftsministerium im Aufsichtsrat vertreten ist, hat aber faktisch ein Vetorecht.

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