Alitalia: Einigung in letzter Minute wendet Pleite ab

Alitalia: Einigung in letzter Minute wendet Pleite ab

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Streiks brachten die italienische Fluggesellschaft Alitalia an den Rand einer Pleite.

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia steckt seit Jahren in der Krise. Streiks brachten die Airline nun an den Rand einer Pleite. Geschäftsführung und Gewerkschaften konnten sich jedoch in letzter Minute einigen.

Die Pleite der schwer angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia ist in letzter Minute abgewendet worden. Management und Gewerkschaften erzielten am Freitagmorgen nach stundenlangen Verhandlungen eine Einigung, die der Airline eine finanzielle Atempause verschaffen soll.

Alitalia steckt seit Jahren in der Krise. Mitte März hatte das Management einen Rettungsplan vorgestellt. Er sieht ein drastisches Sparprogramm vor, der die einstige Staatsfluglinie binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone bringen soll. Die Gewerkschaften riefen angesichts der vorgesehenen Stellenstreichungen und Kürzungen der Gehälter des Flugpersonals mehrfach zu Streiks auf.

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Der Kompromiss, der durch die italienische Regierung vermittelt wurde, sieht nun laut Nachrichtenagentur Ansa vor, dass die Gehälter um durchschnittlich 8 statt 30 Prozent gekürzt und 980 statt fast 1400 der 12.500 Beschäftigten entlassen werden. In der kommenden Woche sollen die Mitarbeiter noch über den ausgehandelten Kompromiss in einem Referendum abstimmen. „Das ist die bestmögliche Lösung angesichts der Krise des Unternehmens“, sagte der Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda, dem Radiosender Rai.

Europas größte Billigflieger

  • Sun Express

    Stammland: Türkei

    Größe der Flotte: 64 Flugzeuge

    Umsatz: 1,1 Milliarden Euro

    Stand (Größe der Flotte): Mai 2016

    Quelle: CAPA, Unternehmensangaben

  • Transavia

    Stammland: Niederlande

    Größe der Flotte: 66 Flugzeuge

    Umsatz: 1,1 Milliarden Euro

  • Pegasus

    Stammland: Türkei

    Größe der Flotte: 67 Flugzeuge

    Umsatz: 1,1 Milliarden Euro

  • Wizz Air

    Stammland: Ungarn

    Größe der Flotte: 67 Flugzeuge

    Umsatz: 1,4 Milliarden Euro

  • Eurowings

    Stammland: Deutschland

    Größe der Flotte: 89 Flugzeuge

    Umsatz: 1,9 Milliarden Euro

  • Norwegian

    Stammland: Norwegen

    Größe der Flotte: 98 Flugzeuge

    Umsatz: 2,4 Milliarden Euro

  • Vueling

    Stammland: Spanien

    Größe der Flotte: 105 Flugzeuge

    Umsatz: 2,0 Milliarden Euro

  • TUI Group

    Stammland: Deutschland/Großbritannien

    Größe der Flotte: 108 Flugzeuge

    Umsatz: k. A.

  • Easyjet

    Stammland: Großbritannien

    Größe der Flotte: 249 Flugzeuge

    Umsatz: 6,3 Milliarden Euro

  • Ryanair

    Stammland: Irland

    Größe der Flotte: 351 Flugzeuge

    Umsatz: 6,5 Milliarden Euro

Alitalias Anteilseigner, darunter die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo, hatten damit gedroht, die Umschuldung von Verbindlichkeiten der Fluglinie zu blockieren, sollte es keinen Sanierungsplan geben.

Die Fluggesellschaft hat vor allem mit Billigfliegern zu kämpfen, die in den vergangenen Jahren massiv auf den italienischen Markt gedrängt waren. Die Übernahme von 49 Prozent der Anteile durch die arabische Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi sollte den Neustart bringen. Doch die Beteiligung erwies sich für die Araber bislang als teures Zuschussgeschäft - ähnlich wie ihre Beteiligung an Air Berlin.

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