American Airlines: Unbehagen in Berlin

KommentarAmerican Airlines: Unbehagen in Berlin

von Rüdiger Kiani-Kreß

Die Gerüchte um eine Übernahme von American Airlines sind zwar deutlich verfrüht, doch für Air Berlin sind sie zumindest ungemütlich.

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Flüchete als letzte große internationale Fluggesellschaft in die geordnete Insolvenz: American Airlines.

Als American Airlines vorigen November in den Gläubigerschutz flüchtete, war das überfällig. Als einzige der großen internationalen Fluglinien der USA war die Linie aus dem texanischen Fort Worth bislang ohne das Chapter 11 genannte Insolvenzverfahren ausgekommen.

Doch am Ende setzten ihr Billigflieger, durch Chapter 11 gesundete Konkurrenten sowie die schwache US-Konjunktur und teurer Sprit so sehr zu, dass der damalige Konzernchef Gerard Arpey angesichts von vier Jahren mit hohen Verlusten keinen anderen Ausweg als die geordnete Insolvenz sah.

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Noch ein Jahr Ruhe

Nun droht Arpeys Nachfolger Tom Horton das Heft aus der Hand genommen zu werden. Denn nicht weniger als drei Investoren prüfen laut Presseberichten eine mehr oder weniger freundliche Übernahme von American.

Neben dem Investmentfond Texas Pacific Group, deren Chef David Bonderman bei der US-Linie Continental Airlines und bei Europas Billigmarkführer Ryanair aktiv war, interessieren sich auch die gegenwärtige Nummer zwei der USA Delta Air Lines und der Lufthansa-Partner US Airways für die Texaslinie.

Zwar ist es noch lange hin, bis die drei zum Zuge kämen. Das US-Konkursrecht gönnt American noch mindestens ein Jahr Ruhe, bevor sich das Unternehmen neben der eigenen Gesundung um die Angebote von Investoren kümmern muss. Und auch dann ist jeder auf die Zustimmung des Konkursrichters angewiesen.

Doch für Air Berlin sind die Angebote keine freudige Nachricht. Denn sollte American mit einer der beiden Fluglinien fusionieren, schwächt das die Allianz Oneworld, der Air Berlin im Frühjahr beitreten will.

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