Angeschlagene Fluglinie: Aufspaltung wird Air Berlin nicht retten

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KommentarAngeschlagene Fluglinie: Aufspaltung wird Air Berlin nicht retten

von Rüdiger Kiani-Kreß

Air Berlin könnte aufgespalten werden. Doch eine Teilung in Liniengeschäft und Urlaubsfliegerei würde die angeschlagene Fluglinie nur weiter schwächen. Denn längst sind die Bereiche untrennbar verbunden.

Freiwillig keine soliden Neuigkeiten zu liefern, hat noch nie ein Unternehmen aus den Schlagzeilen herausgehalten. Denn damit beschwört es nur mehr oder weniger solide Spekulationen herauf. Bestes Beispiel ist derzeit Air Berlin.

Mangels besserer Rettungspläne findet derzeit selbst eine unsinnige Idee wie die Aufspaltung der Linie in eine Tochter für Linienflüge und eine für Urlaubsrouten massiven Widerhall. Klingt theoretisch gut, ist praktisch aber unsinnig.

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Air Berlin würde dadurch weder mehr Geld einnehmen noch weniger Geld ausgeben. Im Gegenteil. Weil die Spaltung in zwei Gesellschaften Größenvorteile etwa bei der Wartung kosten könnte, würde eine Teilung Air Berlin möglicherweise sogar schaden.

Linie und Urlaub sind nicht trennbar

Natürlich hat die Idee auf den ersten Blick Charme. Dann, so offenbar die Hoffnung, könnten sich beide Felder besser auf die Kundschaft konzentrieren. Die Geschäftsreise-Flüge könnten ohne übertriebene Rücksicht auf die Touristikrouten ans Mittelmeer geplant werden.

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Quelle: Presse

Doch das täuscht. Eine gewisse Unabhängigkeit ergibt mancherorts sicher Sinn: Auf den dicht beflogenen Routen zwischen den großen deutschen Flughäfen operieren die Air-Berlin-Maschinen – wie auch die von Lufthansa, Germanwings und anderen - bereits unermüdlich in einer Art Ping-Pong weitgehend unabhängig vom Rest der Strecken.

Doch im ganzen Netz macht diese Strategie keinen Sinn. Denn die beiden Bereiche Linie und Urlaub sind nicht zu trennen. Auch auf vermeintlichen Geschäftsreise-Flügen wie morgens um acht Uhr von Düsseldorf nach Berlin sitzen neben den Managern auch Privatreisende und Touristen mit einem Urlaubspaket aus Flug und Hotel.

Umgekehrt sitzen selbst in Flügen wie Paderborn-Mallorca, Köln-Sardinien oder den Routen in die Karibik nicht nur Ferienmacher, sondern eben immer auch ein paar Geschäftsleute.

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