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Aufträge für DB Regio: Konstante Preise

Aufträge für DB Regio: Wie die Bahn regional punktet

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Konstante Preise

Hochmodern ist anders, aber dennoch will der Bahn-Konkurrent „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) besten Service bieten. Die Deutsche Bahn hat seit Juli einen neuen Konkurrenten im Fernverkehr ...

Bild: dpa

Vorteilhaft ist das Angebot auf jeden Fall für die Deutsche Bahn, wie aus dem Vertragswerk hervorgeht. Dabei ging die Initiative für den Deal, so ist von Beteiligten zu hören, zunächst von Magdeburg aus. Hinter vorgehaltener Hand berichten Manager der Bahn, dass sie eine Ausschreibung befürworteten, weil sie Vergaben ohne Wettbewerb nach dem BGH-Urteil nicht für möglich hielten. Doch dann einigten sich beide Seiten in direkter Verhandlung.

Pro gefahrenen Zug-Kilometer erhält DB Regio nun ab 2014 vom Land Sachsen-Anhalt mindestens 13 Euro. Land und Bahn einigten sich in einer nachträglichen Zusatzvereinbarung auf konstante und über die Jahre weitgehend gleichbleibende Preise, sodass von einer Größenordnung von 13 bis 14 Euro bis 2028 auszugehen ist. Davon werden teilweise Fahrgeldeinnahmen abgezogen, die DB Regio auf den Strecken wie etwa Halle–Magdeburg erzielt. Daraus ergibt sich netto ein Preis von elf Euro, die DB Regio vom Land Sachsen-Anhalt pro gefahrenen Zugkilometer aus öffentlichen Mitteln bekommt.

Lausiger Preis

Marktbeobachter bewerten den Preis als überteuert. „Da sehe ich definitiv kein Schnäppchen für das Land“, sagt Branchenexperte Felix Berschin von der Nahverkehrsberatung Südwest in Heidelberg. „Der Kilometerpreis ist zu hoch.“ Mitunter werden deutlich unter zehn Euro pro Zugkilometer bezahlt. So würde Sachsen-Anhalt Doppelstockzüge wegen des vergleichsweise geringen Passagieraufkommens nicht zwingend benötigen. Auch die Kundenbegleiter, die laut Vertrag in jedem Zug eingesetzt werden, seien nur ein geringer Kostenfaktor. „Das macht einen kleinen zweistelligen Centbetrag je Zugkilometer in der Kalkulation aus“, so Berschin. In einer Ausschreibung ließen sich solche Leistungen günstiger bekommen – zumal in einem Elektronetz wie im Fall Nasa, wo weniger bezahlt wird als in Dieselnetzen. Berschins Fazit: „Elf Euro pro Kilometer sind aus Sicht des Aufgabenträgers definitiv ein schlechter Wert.“

Die Deutsche Bahn hält dagegen: „Die Preise einzelner Verkehrsverträge untereinander allein anhand der absoluten Höhe des Zuschusses zu vergleichen ist nicht sachgerecht“, argumentiert ein Sprecher auf Anfrage der WirtschaftsWoche, „weil jeder Vertrag stark unterschiedliche Kosten, Erlöse, Risiken und Chancen aufweist.“ So sähe der Magdeburger Deal auch Mehrleistungen vor, zum Beispiel die Übernahme der Infrastrukturkosten wie Trassen- und Stationspreise.

Platz 10: Shinkansen-Baureihe 500

Die Shinkansen-Baureihe 500 aus Japan ist bereits seit 1997 im Betrieb. Das schnellste Modell, die W-Variante, erreicht 300 Stundenkilometer. An der Herstellung sind unter anderem Kawasaki und Hitachi beteiligt.

Foto: Mitsuki-2368; Lizenz: GFDL

Kritik

Das stimmt zwar. Doch den Punkt sehen Experten ebenfalls kritisch. Denn Schienen und Bahnhöfe gehören der Bahn, sie selbst legt Trassen- und Stationspreise fest, die von der Bundesnetzagentur überprüft werden. Wettbewerber der Bahn haben keinen Einfluss auf diese Preise und können auch keine solchen Konditionen anbieten. Zwar steigen auch für DB Regio die Kosten, wenn Trassennutzung und Bahnhofshalte teurer werden. Das Geld bleibt aber im Bahn-Konzern – bei der Netzsparte.

Selbst der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dem die Deutsche Bahn angehört, lehnt solche Vereinbarungen ab. Infrastrukturfragen sollten „in einem Vergabeverfahren für den SPNV kein Entscheidungskriterium sein dürfen“, sagt Martin Henke, als VDV-Geschäftsführer zuständig für Eisenbahnen. „Darin sähe ich großes Diskriminierungspotenzial.“

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