Bahnkonkurrenz: Fernbus-Wettbewerb hat Fahrt aufgenommen

Bahnkonkurrenz: Fernbus-Wettbewerb hat Fahrt aufgenommen

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Das Jahr 2013 bringt Fernbussen freie Fahrt für Linien-Verbindungen zwischen deutschen Städten - und der Bahn schärferen Wettbewerb.

Wenige Monate nach der Liberalisierung von Fernbusverbindungen im Inland hat der Wettbewerb Fahrt aufgenommen. Die ersten Unternehmen werden bald wieder vom Markt verschwinden, erwarten Experten.

An den Busbahnhöfen der großen Städte gehören sie bereits zum Alltag: Die grell lackierten Fernbusse, die als ICE-Konkurrenz zu Kampfpreisen mehr oder weniger schnelle Verbindungen in andere Großstädte anbieten. Das Publikum ist meist jung und studentisch, doch die genaue Auslastung der Busse kennen bislang nur die Unternehmen. Das Netz wird nahezu im Wochentakt dichter und mit dem Duo ADAC/Post drängt im November ein weiterer potenter Anbieter auf den schon gut besetzten und kleinen Markt.

70 Fernbuslinien fahren durch Deutschland

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Um ein auf künftig 300 Millionen Euro geschätztes Umsatzvolumen tummeln sich neben dem Platzhirschen Deutsche Bahn und dem britisch-spanischen Branchenriesen National Express noch junge Unternehmen wie DeinBus aus Offenbach, FlixBus aus München oder MeinFernbus aus Berlin. Aldi vermarktet über sein Tourismusportal Tickets des mittelständischen Anbieters Univers und dazu sind noch dutzende kleinere Busunternehmen aus ihren jeweiligen Regionen unterwegs.

Die Berliner Unternehmensberatung Iges hat Ende April 145 Fernbuslinien in Deutschland gezählt, von denen knapp 70 Prozent dem echten Linienverkehr zuzurechnen seien. Die übrigen sind ständige Verbindungen touristischer Art oder Flughafenanbindungen. Laut Bundesverkehrsministerium waren Anfang April 76 neue Verbindungen innerhalb Deutschlands beantragt oder genehmigt. Bis Ende 2012 hatte es 86 innerdeutsche Linien gegeben, die meisten von und nach Berlin. Zum Jahreswechsel war dann das faktische Verbot weiterer Fernbuslinien, mit dem zuvor das Bahnnetz geschützt werden sollte, aufgehoben worden.

MeinFernbus bisher am erfolgreichsten

Zumindest nach den angebotenen Personenkilometern hat der grüne MeinFernbus inzwischen die Busse der Deutschen Bahn überholt, sagt Iges-Verkehrsexperte Christoph Gipp. Er erwartet für die nächsten Jahre einen harten Verdrängungswettbewerb vor allem über die Preise, der schnell zu einer Marktbereinigung führen werde. Nur wenige Monate nach Öffnung des Marktes sind wichtige Vorentscheidungen somit schon gefallen. Nur noch sehr große und kapitalstarke Player wie das Duo ADAC/Post können sich den späten Einstieg überhaupt noch leisten.

Dass nicht alles geht, zeigte sich zuletzt auf der Strecke Regensburg-Nürnberg-Erlangen, die FlixBus nach gut zwei Monaten wieder aufgab. Dem Verdi-Busexperten Stefan Heimlich zufolge haben auch schon einige Kleinunternehmen ihre Fernlinien wieder aufgegeben.

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