Bau: Hochtief laufen Top-Manager davon

Bau: Hochtief laufen Top-Manager davon

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Seit der Übernahme durch ACS kündigten bereits sieben Top-Manager bei Hochtief

von Harald Schumacher

Mit Cheflobbyist Jens Rocksien kündigt bei Hochtief bereits der siebte Manager seit der feindlichen Übernahme durch den spanischen Konzern ACS .

Hochtief-Vorstandschef Frank Stieler gelingt es nicht, seine Mannschaft zusammen zu halten. Jetzt geht nach zuletzt drei überraschenden hochrangigen Abgängen im Herbst die insgesamt siebte Führungskraft, seit Stieler vor sieben Monaten die Hochtief-Spitze übernahm. 

Diesmal verabschiedet sich Jens Rocksien, 49, Cheflobbyist in Berlin. Der Leiter der Abteilung Politik und Verbände Hochtief AG hatte seit September 2010 vergebens versucht, Bundesregierung und Abgeordnete zu einer schnellen Änderung des Wertpapierübernahmegesetzes zu bewegen, um die feindliche Übernahme von Hochtief durch den spanischen Großaktionär und Konkurrenten ACS zu verhindern. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle legte sich quer, im Mai 2011 war die Übernahme perfekt, Stieler löste den ACS-kritischen Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter ab, und der Exodus auf der Kommandobrücke des größten deutschen Baukonzerns begann. 

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Zuletzt schockte Ende Oktober Henner Mahlstedt, der bisherige Vorstandschef der Hochtief-Bausparte Solutions, die Kollegen und seinen Chef, indem er Knall auf Fall die Brocken hinwarf. Erwartet wird im Konzern ein weiterer Abgang auf Top-Ebene: Insider berichten, dass Konzernvorstand Martin Rohr, zuständig unter anderem für das Amerika-Geschäft, auf dem Absprung ist. Rohr hat nach dem Eigentümerwechsel ein vertragliches Sonderkündigungsrecht. Zwar dementierte er Hochtief-intern Anfang November: "Als Reaktion auf die Berichterstattung der WirtschaftsWoche teilt Vorstandsmitglied Martin Rohr mit, dass er von seinem Sonderkündigungsrecht im Zusammenhang mit der Überschreitung der 30  Prozent Beteiligungsschwelle durch ACS keinen Gebrauch gemacht hat." Die Mitteilung ist aber interpretationsfähig und hält dem letzten Konzern-Vorstand der Ära Lütkestratkötter mehrere Ausstiegs-Optionen offen.

Hochtief-Sprecher Bernd Pütter  erklärte gegenüber der WirtschaftsWoche Online, der Rocksien-Abgang stünde in keinerlei Zusammenhang mit der ACS-Übernahme: „Jens Rocksien verlässt das Unternehmen aus rein persönlichen Gründen.“

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