Bertelsmann: Medienkonzern kündigt Milliarden-Investitionen an

Bertelsmann: Medienkonzern kündigt Milliarden-Investitionen an

, aktualisiert 28. März 2017, 11:51 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, kündigt Investitionen an.

Nach steigenden Gewinnen will Bertelsmann kräftig investieren und richtet seinen Blick besonders auf die USA. Außerdem strebt der Medienkonzern bei seiner Buchverlagstochter Klarheit an.

Der Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann will bis 2020 mehrere Milliarden Euro in seine Geschäfte investieren. Bei der internationalen Expansion werde er den Blick neben Brasilien, Indien und China besonders auf die USA richten, kündigte Vorstandschef Thomas Rabe am Dienstag in Berlin an.

Bis Mitte des Jahres will Bertelsmann mehr Klarheit über die geplante Anteilsaufstockung bei seiner Buchverlagstochter Penguin Random House haben. In einem milliardenschweren Deal wollen die Deutschen zusammen mit einem noch nicht festgelegten Partner den 47-prozentigen Anteil des britischen Medienkonzerns Pearson übernehmen, wie Rabe bekräftigte. Pearson will sich von dem Paket trennen.

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Banken sollten nun den genauen Wert ermitteln, den Rabe für den gesamten weltgrößten Buchverlag auf mehr als zwei Milliarden Euro bezifferte. "Ich erwarte Klarheit über die Bewertung nicht vor Sommer dieses Jahres." In den Büchern stehe Penguin Random House mit 2,4 Milliarden Euro, das sei aber lediglich ein bilanzieller Wert, sagte Rabe.

Es bleibe dabei, dass Bertelsmann seinen Anteil von 53 Prozent auf bis zu 70 bis 75 Prozent erhöhen und für den Rest einen Partner gewinnen wolle. Dieser müsse ein langfristiges Interesse an einer Zusammenarbeit und ein Faible für die Buchbranche haben. "Ich sage nicht, dass er dieselbe Leidenschaft für das Verlegen von Büchern haben muss, aber eine Leidenschaft wäre vorteilhaft." Kurzfristig orientierte Finanzinvestoren kommen nicht infrage, wie Rabe durchblicken ließ.

Trotz eines Rückgangs von Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr zählt Rabe Penguin Random House zum Kerngeschäft. Neu verhandelte Konditionen mit Amazon waren eine Ursache dafür, dass der Umsatz der Tochter um 9,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurückging. Der Betriebsgewinn schrumpfte mit 3,6 Prozent auf 537 Millionen weniger stark.

Der Bertelsmann-Konzern fuhr dank florierender Geschäfte seiner Fernsehtochter RTL, im Musikrechtehandel sowie bei Technologie- und Logistikdiensten einen Rekordgewinn ein. Das Betriebsergebnis kletterte im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Der Nettogewinn legte um 2,6 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro zu. Die Konzernerlöse schrumpften um 1,1 Prozent auf knapp 17 Milliarden Euro.

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