Beschädigter Airbus: Lufthansa-Maschine überquert Atlantik mit kaputtem Rumpf

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Beschädigter Airbus: Lufthansa-Maschine überquert Atlantik mit kaputtem Rumpf

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Eine Maschine der Lufthansa landet am Flughafen Düsseldorf (Symbolbild).

Ein Airbus der Fluggesellschaft Lufthansa wurde beim Startvorgang am Rumpf beschädigt - doch die Piloten merkten nichts und flogen die Maschine über den Atlantik, wie ein Magazin berichtet. Die Behörden sprechen von einer "schweren Störung".

Beim Start in Chicago wurde ein Airbus der Lufthansa vom Typ A330 am Rumpf beschädigt, weil das Heck auf der Startbahn aufsetzte. Die Piloten flogen dennoch achteinhalb Stunden quer über den Atlantik nach München. Sie hatten den Schaden schlicht und einfach nicht bemerkt, berichtet der "Stern" auf seiner Internetseite. Der Zwischenfall ereignete sich Anfang März und wird derzeit noch untersucht.

Die Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) stuft den Zwischenfall demnach als "schwere Störung" ein; dies bezeichnet einen Zwischenfall, bei dem es beinahe zu einem Unfall kam. Ein BFU-Experte sagte dem Magazin, dass nach aktuellem Wissensstand "drei oder vier Felder an der Rumpfunterseite des Flugzeugs beschädigt" worden seien. Dabei sei auch der druckdichte Teil des Airbus in Mitleidenschaft gezogen worden. Zu einem Druckabfall in der Kabine kam es nicht.

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Die Lufthansa will sich aufgrund der andauernden Untersuchungen nicht zu dem Fall äußern, wie der "Stern" weiter berichtet. Es wurde lediglich bestätigt, dass es zu einem Zwischenfall mit Aufsetzen des Hecks beim Startvorgang, einem sogenannten "tail strike" kam. Dieser tail strike kommt vor allem bei langen Flugzeugen bei Start oder Landung vereinzelt vor. Wird die Beschädigung nicht entdeckt, wird der Flug zum Risiko, denn der unwissende Pilot steuert große Flughöhen an, und es droht die Gefahr eines schlagartigen Druckverlustes in der Passagierkabine.

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Warum die Besatzung des Lufthansa-Airbus des Flugs LH-435 beim nächtlichen Start in Chicago nicht bemerkte, dass die Außenhaut des Flugzeugs über den Beton schabte, wird derzeit noch untersucht. Der Schaden wurde erst nach der Landung am Zielort München bemerkt. Die Maschine war zeitweise in mehr als elf Kilometern Höhe über den Atlantik geflogen. Dem Bericht nach wurde das Flugzeug wenige Tage später in nur zwei Kilometern Höhe zur Reparatur in Hamburg geflogen; in dieser Höhe gibt es praktisch keinen Druckunterschied zwischen Außen- und Kabinenluft.

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