BGH-Urteil : Ryanair scheitert mit Klage gegen Reiseportal

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BGH-Urteil : Ryanair scheitert mit Klage gegen Reiseportal

Wer in den Urlaub fliegen will, vergleicht im Internet die Preise. Weil Ryanair sich benachteiligt fühlt, hat die irische Fluggesellschaft geklagt - und in fast allen Punkten verloren.

Internet-Reiseportale dürfen Flüge des Billigfliegers Ryanair vermitteln und damit Geld verdienen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch entschieden. Das Gericht wies damit eine Klage der irischen Fluggesellschaft gegen ein Internet-Reiseportal in zentralen Fragen ab. Zugleich stärkten die Richter die Rechte der Verbraucher. Das Gericht gab im konkreten Fall dem Interesse der Kunden am Preisvergleich Vorrang vor den Geschäftsinteressen der Fluglinie.

Billigflieger Was Ryanair am Rhein vorhat

Ryanair baut in Köln seine fünfte Basis in Deutschland. Doch so klein die Präsenz auch ist: sie sorgt für Druck auf alle anderen Stützpunkte des irischen Discounters und auf die ganze Lufthansa.

Ryanair-Chef Michael O'Leary macht Germanwings und Lufthansa in Zukunft von Köln aus Druck. Quelle: dpa

Das Geschäftsmodell des beklagten Internet-Portals fördere Preistransparenz auf dem Markt der Flugreisen, hieß es. Kunden könnten so leichter die günstigsten Flugverbindungen finden. Durch das Vorgehen der Plattform werde Ryanair nicht wettbewerbswidrig behindert.

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Die irische Fluggesellschaft hatte den niederländischen Reiseanbieter Beins Travel Group verklagt. Dieser betreibt in Deutschland etwa die Webseite CheapTickets.de. Dort können Kunden Flüge von Ryanair buchen, ohne das Web-Angebot des Unternehmens selbst zu nutzen. Der Kunde zahlt den Flugpreis plus eine Vermittlungsgebühr an das Portal. Dieses leitet den Flugpreis an Ryanair weiter. Bei anderen Vergleichsportalen werden interessierte Kunden zum Teil auf die Seite des jeweiligen Unternehmens weitergeleitet.

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Das irische Unternehmen möchte, dass die Kunden zum Buchen auf seine Seite zugreifen. Das Interesse des Unternehmens wiege jedoch gegenüber den Verbraucherinteressen nicht so schwer, erklärte das Gericht.

Der BGH wies den Fall allerdings an das Oberlandesgericht Hamburg zurück. Dieses müsse unter anderem klären, ob der Fluglinie Ansprüche wegen Irreführung zustünden, hieß es.

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