Billig-Hotels: Ikeas erstes Hotel bisher nur in der Phantasie

Billig-Hotels: Ikeas erstes Hotel bisher nur in der Phantasie

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Bisher gibt es wenig Konkretes über die Ikea-Pläne im Hotel-Segment einzusteigen

von Hans-Jürgen Klesse

Ikea will nun auch Hotels bauen und sucht dafür schon nach geeigneten Grundstücken. Aber wie realistisch sind die Spekulationen um eine neue Ikea-Hotelkette?

Der schwedische Möbelriese will in Deutschland eine neue Billig-Hotelkette aufziehen, ein Partner sei schon gefunden, war kürzlich zu lesen. Wer sich schon länger mit der Hotellerie beschäftigt, erinnert sich: Das wollte Aldi vor vier Jahren auch schon mal. Zusammen mit der Franchise-Kette Travelodge sollten neben den Supermärkten Hotels für den kleinen Geldbeutel entstehen.

Geworden ist daraus offenbar nichts: Wer Aldi-Hotels googelt, landet bei einem ziemlich modernen Hotel Aldi in Pristina – das aber mit der Discounter-Kette nicht das Geringste zu tun hat. Und wer im Travelodge-Hotelverzeichnis an den beiden damals genannten Pilotstandorten Middlesbrough an der Ostküste Englands und Newquay in Cornwell sucht, wird ebenfalls nicht so richtig fündig. Zwar gibt es ein Travelodge-Hotel in Middlesbrough, aber ob das neben einem Aldi-Supermarkt steht oder ob sonst irgendeine Verbindung zu den Billig-Läden besteht, ist nicht erkennbar.

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Nichts Konkretes

Und jetzt Ikea. Festzuhalten ist dazu erst einmal: Vorausgesetzt, das Gerücht stimmt überhaupt – was angesichts der Dementis von Seiten der Schweden nicht so ganz klar ist – müsste man noch mal genau nachschauen, welche Rolle Ikea bei dem Hotelprojekt überhaupt spielen soll (oder will). Sind die Schweden nur Investoren für die Immobilien oder wollen sie sich in ein gänzlich neues Geschäftsfeld wagen und auch gleich noch den Betreiber spielen? Was mutig wäre – Hotels zu betreiben, gar eine neue Kette und eine neue Marke aufzubauen, wo es schon heute an jeder Ecke eine Herberge gibt, ist ein anderes Business als Möbelhäuser mit einem weltweiten, starken Brand zu betreiben. Branchenexperten wie Stephan Gerhard, Chef der Hotelberatung Treugast, halten es darum für eher unwahrscheinlich, dass das Möbelhaus seine Hotels (so sie denn tatsächlich kommen) selbst betreiben würde, „dazu fehlt das notwendige Knowhow.“ 

Vielleicht ist das ganze eh eine im Sommerloch zur Welt gekommene Medienente. Denn bisher hat Ikea offenbar noch mit keiner der in Frage kommenden Betreibergesellschaften Kontakt aufgenommen: „Wir haben uns umgehört, aber bisher weiß keiner etwas Konkretes über die Ikea-Pläne“, sagt Gerhard. Sicher ist dafür aber: Die angeblich schon in deutschen (und anderen europäischen) Metropolen nach geeigneten, zentral gelegenen Grundstücken suchenden Ikea-Scouts haben einen mühsamen Job übernommen: „Für so ein Hotel sind mindestens 2500 Quadratmeter notwendig und die dürften in Innenstadtlagen kaum zu finden sein“, glaubt Berater Gerhard.

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