BrandIndex: Entertainment-Portale haben Kunden, keine Fans

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kolumneBrandIndex: Entertainment-Portale haben Kunden, keine Fans

Kolumne von Holger Geißler

Downloadportale und Streaming-Dienste boomen. Ob Filme, Musik, Bücher oder Hörspiele – die Verbraucher beziehen die Medien über das Internet. Doch viele Anbieter können davon nicht profitieren.

Deutschlands größte Boulevardzeitung steigt in das Geschäft mit Video-Streaming ein. Auf Bild.de und dem Ableger Computerbild.de können Nutzer seit kurzem mehrere Tausend Filme und Serien per Video-Streaming anschauen. Realisiert wird das Angebot gemeinsam mit dem Streaming-Dienstleister „Watchever“. Zugriff gibt es über eine Pauschale von 8,99 Euro im Monat, die ersten 30 Tage sind kostenfrei.

Auch andere Internet-Konzerne und Medien, etwa Amazon, Google oder ProSiebenSat.1, bieten bereits Filme und Serien aus dem Netz an. Internetverbindungen über Glasfaser, die Verbreitung von smarten Fernsehern und E-Readern sorgt dafür, dass immer mehr Medien nicht physisch im Laden gekauft werden, sondern digital und bequem vom heimischen Sofa aus: Medienkonsum on-demand ist angesagt.

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Quelle: Laif

So konnte etwa die deutsche Videobranche mit dem Online-Verleih und -Verkauf von Medien im Jahr 2012 rund 100 Millionen Euro umsetzen. Und auch die Musikindustrie kann sich freuen. Der Umsatz mit Musikdownloads stieg im ersten Halbjahr um 32 Prozent auf 143 Millionen Euro, auch die Streaming-Dienste boomen.

Spotify beliebt bei den jungen Nutzern

Trotz offensichtlich attraktiver Angebote für den Konsumenten ist das Image vieler Downloadportale noch nicht gut. Dies zeigt ein Blick in den YouGov-Markenmonitor BrandIndex. Apples Medien-Kaufhaus iTunes erreicht hier recht konstant nur enttäuschende +15 Punkte, von maximal 100 möglichen. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass iTunes nicht nur der Shop für Filme, Musik, Apps und Co. ist, sondern auch die Software, mithilfe derer man etwa das iPhone synchronisiert und die wegen der recht speziellen Bedienung nicht bei allen Nutzern beliebt ist. Apple als Gesamtmarke schafft aktuell mit +41 Punkten ebenso wie das Abspielgerät iPad mit +34 Punkten auch keine Topplatzierung. Apple und seine Produkte spaltet die Republik - viele Fans, aber auch viele Ablehner. In der Wissenschaft nennt man das Markendispersion.

Doch iTunes ist noch sehr gut bewertet im Vergleich zur Konkurrenz. Aktuell wirbt die Telekom mit einer Tarif-Option, die es Vertragspartnern erlaubt, den Musik-Streaming-Dienst Spotify ohne Datenlimit zu nutzen. Spotify kann im BrandIndex von der Kooperation bis jetzt aber nicht profitieren, zurzeit werden nur +7 Imagepunkte erreicht.

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