BrandIndex: Freie Werkstattketten haben es schwer

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Freie Werkstätten erleben aktuell generell schwierige Zeiten und hätten einen Auftragszuwachs vermutlich gut gebrauchen können

Kolumne von Holger Geißler

Werkstattketten haben es bei den Verbrauchern schwer – die Konkurrenz durch Vertragswerkstätten ist groß. Nun werden selbst TÜV und Dekra von den Deutschen skeptischer beurteilt.

Mitte dieses Jahres wurde darüber diskutiert, ob ältere Autos jedes Jahr zum TÜV müssen – und nicht mehr, wie bisher, alle zwei Jahre. Der Vorschlag der Europäischen Union stieß in vielen Ländern auf wenig Gegenliebe, auch der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer war dagegen. Nun ist der Vorschlag vom Tisch, es bleibt bei der alten Regelung: Alle Autos müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung.

Die Diskussion hatte nicht nur Auswirkung auf die Laune der deutschen Autofahrer, auch das Image der Marken TÜV und Dekra lässt die Debatte nicht unberührt . Im Markenmonitor YouGov BrandIndex ist in den Imageverläufen von TÜV und Dekra Mitte des Jahres 2012 ein Rückgang zu erkennen. Anfang Juli erreichten Dekra +70 und der TÜV +64 Image-Punkte. Am Ende des Monats Juli waren Dekra auf +63 und der TÜV auf +59 Punkte abgesunken – genau in dem Zeitraum also, in dem über die Verkürzung der Prüfzeiträume gesprochen wurde. Offenbar haben viele ihren Ärger über den Gesetzesvorschlag auf die Marken der Prüfgesellschaften projiziert.

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Schwierige Zeiten für freie Werkstätten

Die Imagewerte von TÜV und Dekra haben sich bis heute noch nicht vollständig erholt. Interessant ist, dass Dekra aus Verbrauchersicht grundsätzlich etwas beliebter ist als die Marke TÜV.

ADAC Werkstatt-Test 2012 Schlechte Noten für A.T.U. und Bosch

Beim Werkstatt-Test sind fast zehn Prozent der Reparaturbetriebe mit mangelhaft durchgefallen. ADAC-Tester hatten 75 Werkstätten überprüft, darunter die Betriebe großer Autohersteller und freier Werkstatt-Ketten.

Beim Werkstatt-Test des ADAC fielen sieben von 75 überprüften Betrieben mit der Note mangelhaft durch. Quelle: dpa

Finanziell lohnend wäre eine Verkürzung der Prüfintervalle für ältere Pkw wohl auch für die freien Autowerkstätten und Werkstattketten geworden. Die erleben aktuell generell schwierige Zeiten und hätten einen Auftragszuwachs vermutlich gut gebrauchen können: Viele Autohersteller liefern ihre Fahrzeuge mit Garantien und Wartungsverträgen aus. Diese binden die Kunden dann für längere Zeit an die Vertragswerkstatt. Hinzu kommt, dass einige Reparaturen, etwa an der Elektronik, nur mit spezieller Software vom Hersteller möglich sind. Auch das Image der Autobauer Audi, Volkswagen, BMW und Mercedes mit +87 bis +73 Punkten ist seit langem auf konstant hohem Niveau. Davon profitieren letztlich auch die Vertragswerkstätten.

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