BrandIndex: Reiseveranstalter und Portale werben was das Zeug hält

BrandIndex: Reiseveranstalter und Portale werben was das Zeug hält

Noch ist der Sommerurlaub in weiter Ferne. Aber mit massiven Werbekampagnen zu Beginn des Jahres bringen sich Reiseunternehmen wie Alltours, DER und TUI bereits in Stellung.

Im Oktober analysierten wir an dieser Stelle mithilfe des YouGov-Markenmonitors BrandIndex die Ausgangslage der Touristikmarke „DER“. Sie hatte gerade die neue Ein-Marken-Strategie begonnen und darauf gesetzt, „DER“ als Marke bei den Endkunden zu etablieren.

Jetzt, vier Monate später, ist ein guter Zeitpunkt, zu prüfen, ob die Versprechen von damals eingelöst wurden. Zum einen befinden wir uns mitten in der Sommerurlaub-Buchungszeit, zum anderen lässt sich im BrandIndex tatsächlich ein deutlicher Effekt erkennen: Während Mitte Oktober lediglich zwei Prozent der Deutschen angaben, in den vergangenen zwei Wochen Werbung von DER wahrgenommen zu haben, sind es heute mit neun Prozent fast fünfmal so viele. Die Werbung erreicht also schon mal die potenziellen Kunden. Am meisten zugelegt hat DER im Januar.


DER erreicht mit der neuen Werbeoffensive jeden elften Deutschen und belegt in dieser Hinsicht Platz drei unter den klassischen Reiseanbietern (ohne Online-Buchungsportale). Nur von Alltours und TUI haben die Verbraucher in den vergangenen zwei Wochen noch mehr Werbung wahrgenommen. Wobei TUI seit November mit rund zwölf Prozent Werbewahrnehmung auf einem konstant hohen Niveau ist und Alltours den Werbeschwerpunkt – wie DER, Trivago und Co. – im Januar setzte.

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Die Urlaubs-Trends 2015

  • Urlaubssuche wird immer digitaler

    Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK hat die Bedeutung von Katalogen leicht abgenommen. Demnach nutzen nur noch gut ein Drittel der Urlauber Reisekataloge, um sich über Angebote zu informieren. Das Internet ist für 45 Prozent das Urlaubs-Recherche-Tool. Glaubt man einer Analyse von Google und TUI, gilt das sogar für satte 80 Prozent aller Reisebuchungen.

  • Lieber individuell als massentauglich

    Ganz persönlich auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten - so wollen immer mehr Deutsche urlauben, so das Ergebnis der GfK-Umfrage. Demnach sind Zusatzleistungen wie der Privattransfer zum Hotel, individuelle Ausflugserlebnisse oder die Wahl zwischen verschiedenen Flugklassen für Reisende immer wichtiger und werden häufiger nachgefragt.

  • Alles schon drin bleibt in

    Auch wenn Individualität von vielen geschätzt wird, so machen es setzen die Deutschen trotzdem gerne auf eines: die All-Inclusive-Reisen. Laut GfK wuchs diese Urlaubsform weiter leicht - damit wird ein Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Mittlerweile seien 24 Prozent aller Flug- und Autoreisen, die über ein Reisebüro oder einen Reiseveranstalter gebucht wurden, All-Inclusive-Reisen, so der Bericht.

  • Familien reisen mehr

    Familien sind mehr unterwegs - ob mit dem Auto oder dem Flugzeug. Laut GfK ist der Familienanteil bei beiden Reisetypen, die über ein Reisebüro oder einen Reiseveranstalter gebucht wurde, überproportional gestiegen. Allein im Vergleich zur vergangenen Saison 2013/14 stieg die Zahl der Buchungen um 20 Prozent an.

  • Mehr Luxus-Reisen

    Reisen im Luxussegment werden ebenfalls höher nachgefragt, so die GfK. Demnach werden besonders hohe Zuwächse bei Haushalten mit höherem Einkommen, sprich ein Haushaltsnettoeinkommen größer als 4000 Euro, mehr nachgefragt.

Vor allem die Online-Reiseanbieter haben den Anfang des Jahres als Werbezeitraum für sich entdeckt (oder als solches definiert). So sind die sechs Marken mit der größten Werbewahrnehmung im BrandIndex-Sektor „Reiseanbieter und Buchungsseiten“ allesamt ursprünglich dem Online-Bereich zuzuordnen: 35 Prozent aller Deutschen, und damit mehr als jeder Dritte, gibt an, er hätte in den vergangenen zwei Wochen Werbung von ab-in-den-urlaub.de wahrgenommen. Ähnlich viele sagen das für das Online-Buchungsportal Trivago.

TUI: Wenig Werbung, hohes Kundeninteresse
Doch Werbung ist auch bei den Reiseanbietern und Buchungsportalen mal wieder nicht alles. Während ab-in-den-urlaub.de und Trivago eine sehr hohe Werbewahrnehmung unter den Kennern der jeweiligen Marken generieren, sind sie bei der Frage, welche Marke die Verbraucher bei der Buchung einer Reise in die engere Wahl ziehen würden, gleichauf mit Expedia und „Berge & Meer“. Letztere beide Marken fallen dagegen mit sehr viel weniger Werbung auf. Ein besseres Verhältnis von Werbeaufwand und Wecken von Interesse bei potenziellen Kunden erreicht zum Beispiel TUI.

Hotel-Buchungen Wie HRS die Globalisierung verschlafen hat

Das Vorzeigeunternehmen HRS rutscht ab: Bei Urlaubern hat das einst dominierende Hotelportal die Marktführung verloren, Booking und Expedia haben HRS den Rang abgelaufen. Nun wächst der Druck im Firmengeschäft.

Quelle: imago


Die DER Werbung scheint zu wirken

Dass Werbung wirkt, kann der Reiseanbieter DER wahrscheinlich demnächst feststellen. Mitte Oktober gaben 43 Prozent der Deutschen an, die Marke zu kennen. Heute sind es 50 Prozent. Zwar sind die DER-Kunden laut den Brandindex-Daten seit Mitte Oktober noch nicht deutlich mehr geworden, aber zumindest sorgt die Werbung dafür, dass die potenziellen Kunden DER überhaupt in die Auswahl ziehen. Über alle Kenner der Marke DER hinweg geben 14 Prozent an, DER bei der Urlaubsplanung in die engere Wahl zu ziehen. Unter denjenigen, die DER-Werbung gesehen haben, sind es dagegen fast doppelt so viele (25 Prozent).

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Preis-Leistungs-Verhältnis von besonderer Bedeutung
Der BrandIndex zeigt auch, welche Kriterien neben Werbung und Bekanntheit wichtig für Marken sind, damit Kunden sich ernsthaft für sie interessieren und sich vorstellen können das Produkt oder eine Dienstleistung von ihr zu kaufen. So ist beim Thema Reise unter anderem das Preis-Leistungs-Verhältnis von großer Bedeutung. Der BrandIndex zeigt einen nahezu linearen Verlauf. Das heißt: Je besser die Kenner der jeweiligen Marken das Preis-Leistungs-Verhältnis einschätzen, desto eher können sie sich vorstellen, von der Marke etwas zu kaufen. Booking.com, „HRS – Hotel Reservation Service“ und von den klassischen Reiseanbietern TUI punkten hier: Die Kenner der Marken bescheinigen ihnen, viel fürs Geld zu bekommen. Und haben sie (deswegen) auch auf ihrem Zettel.

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