
Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, reagiert die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa mit einem Einstellungs- und Investitionsstopp auf die anhaltend schwierige Geschäftslage in der Luftfahrtbranche. Die Maßnahmen der als erfolgreich geltenden Lufthansa machen das Dilemma der Branche deutlich: Auch wenn es – zumindest der deutschen – Wirtschaft insgesamt gut geht, bleibt das Geschäft für die zahlreichen Airlines schwierig. Hohe Kosten und zum Teil auch Preiskämpfe machen den Anbietern das Leben schwer.
Service und Pünktlichkeit zählen wieder
Auch wenn die Verbraucher, aber auch die Geschäftskunden, nach wie vor preissensibel sind, so sind doch mittlerweile wieder Faktoren wie Service oder Pünktlichkeit in den Vordergrund gerückt. In der Folge gewinnt das Image der Airlines verstärkt an Bedeutung – doch nicht alle Gesellschaften können sich so gut positionieren wie etwa die Lufthansa.
Die Kranich-Airline steht im Markenranking mit aktuell 86 Brandindex-Punkten nach wie vor mit Abstand an der Spitze, dies geht aus einer Branchenanalyse hervor, die mithilfe des Markenmonitors YouGov BrandIndex erstellt wurde. Auf Platz zwei und drei folgen die Thomas-Cook-Tochter Condor (72 Punkte) und Emirates (66 Punkte) aus den Arabischen Emiraten. Das gute Abschneiden von Emirates dürfte die deutschen Wettbewerber alles andere als freuen, erhöht die Markenstärke von Emirates doch nochmals den Druck auf die Branche.
Querelen und schlechte Schlagzeilen
Air Berlin ist aus Verbrauchersicht nun sogar deutlich schwächer als Emirates und liegt nur noch auf einem mittleren Imageniveau. Grund hierfür sind die Querelen der vergangenen Monate rund um die zuvor so beliebte Airline.
Bild: PressebildWer hat die meisten Starts pro Woche?
Platz 10: Air Baltic
Die lettische Fluggesellschaft fliegt ab Ende März bis zu dreimal täglich von München nach Riga und das ab 66 Euro. Air Baltic mit Sitz in Riga wurde 1995 gegründet. 2010 transportierte sie rund drei Millionen Fluggäste. Mit etwa über 1.200 Starts wöchentlich (im Juli 2011) liegt sie knapp hinter einer großen deutschen Billiglinie.
Bild: APPlatz 9: German Wings
Auf etwa 1.500 Starts pro Juliwoche bringt es German Wings, das Tochterunternehmen der deutschen Qualitäts-Airline Lufthansa. Mehr als 7,7 Millionen Passagiere flogen im vergangenen Jahr mit der Billigtochter, die jetzt auch vermehrt um die Gunst der Geschäftsreisenden buhlt. Dennoch liegt sie im europäischen Vergleich nur auf Platz 9 und wird überflügelt von….
Bild: dpa/dpawebPlatz 8: Wizz
… der ungarischen Airline Wizz. Mehr als 1.500 Mal wöchentlich starten die Flieger von Wizz im Juli. Unter anderem von Hamburg nach Kiew und von Dortmund nach Budapest an. 37 Flugzeuge bilden die Flotte, 66 Routen quer durch ganz Europa sind im Angebot.
Bild: PressebildPlatz 7: Aer Lingus
1.800 Mal pro Juliwoche starten Passagiere mit Air Lingus. Gemeinsam mit den Partnern United Airlines, British Airway und KLM bietet sie Routen von Irland bis nach Nord Amerika an. Die staatliche Airline mit Hauptsitz in Dublin gibt es bereits seit 1936. Seit Oktober 2006 ist das Unternehmen an der Londoner Börse notiert. Der Jahresumsatz lag 2010 bei 1,2 Millionen Euro.
Bild: PressebildPlatz 6: Norwegian Air Shuttle
2.300 Mal pro Woche starten die Flieger der Airline mit Sitz in Bærum-Fornebu im Sommer 2011. Das Unternehmen, das kurz Norwegian genannt wird, existiert seit 1993, im September 2002 startete man mit dem Billigflug-Konzept. Kürzlich orderte die Airline 222 neue Passagierflieger bei Boeing und Airbus. Mit einem Listenpreis von 16,7 Milliarden Euro ist das bist dato einer der größten Aufträge in der Geschichte der Luftfahrt.
Bild: screenshotPlatz 5: Vueling
Die spanische Fluggesellschaft Vueling machte innerhalb eines halben Jahres im Ranking zwei Plätze gut. Im Sommer startet sie wöchentlich über 2.300 Mal. Die Flotte umfasst derzeit 48 Passagierflieger. Vueling bietet derzeit 65 Reiseziele in Spanien, Europa und Nordafrika an. Für die Strecke Amsterdam-Barcelona werben die Spanier mit einem Kampfpreis von 39 Euro. Auf der Website gibt sich Vueling selbstbewusst: „Wir wissen, dass man sich nicht zu sehr selbst loben sollte, aber wir sind der Meinung, dass wir die innovativste und dynamischste Fluggesellschaft Europas sind. Und wir geben unser Bestes, um das zu beweisen.“
Bild: PressebildPlatz 4: Flybe
Rund 3.500 Starts bietet die Flybe-Flotte mit Sitz in Exeter im Juli wöchentlich an. In Deutschland starten die Briten von Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart in Richtung Irland und Groß Britannien.
Bild: dapdPlatz 3: Air Berlin Euro Shuttle
Die zweitgrößte Airline Deutschlands liegt auf Platz Drei mit rund 3.800 Starts in einer Juliwoche. Damit konnte sie sich etwas von Konkurrent Flybe absetzen, der im Vorjahr noch gleiche Zahlen vorlegte. 33 Millionen Passagiere fliegen pro Jahr mit der Air Berlin. Die Fluggesellschaft mit einer Flotte von 147 Flugzeugen im Oktober 2011 wird vom ehemaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn geleitet.
Bild: dapdPlatz 2: Easyjet
Mit 8.200 Starts pro Juliwoche ist Easyjet die zweitgrößten Billig-Airline Europas. Jährlich birngt Easyjet rund 33 Millionen Menschen von A nach B. 120 Städtepaare finden sich im Flugplan. In Deutschland fliegt Easyjet unter anderem ab Berlin, Dresden, Düsseldorf, Köln/Bonn und München. Interessantes Detail: die britische Fluggesellschaft gehört einem zypriotischen Geschäftsmann.
Bild: dpaPlatz 1: Ryanair
Bisher ungeschlagen ist Ryanair, die Mutter aller Billigflieger. Die irische Fluggesellschaft hat ihren Hauptsitz in Dublin und fliegt europaweit etwa 40 Flughäfen an. In Deutschland fliegt Ryanair unter anderem von den Flughäfen Frankfurt-Hahn, Bremen und Weeze (bei Düsseldorf). Mit über 10.500 Starts in den Juliwochen 2011 brach die Billig-Airline ihren eigenen Rekord und ist in Europa die Nummer eins.
Wer hat die meisten Starts pro Woche?
Platz 10: Air Baltic
Die lettische Fluggesellschaft fliegt ab Ende März bis zu dreimal täglich von München nach Riga und das ab 66 Euro. Air Baltic mit Sitz in Riga wurde 1995 gegründet. 2010 transportierte sie rund drei Millionen Fluggäste. Mit etwa über 1.200 Starts wöchentlich (im Juli 2011) liegt sie knapp hinter einer großen deutschen Billiglinie.
Bei den Verbrauchern sind die schlechten Schlagzeilen offensichtlich alles andere als gut angekommen. Zwar stabilisierten sich die Werte zuletzt wieder, allerdings liegen die Imagewerte derzeit mehr als 15 Prozent unter den zuvor gemessenen – und daran wird sich auch auf kurze Sicht nicht viel ändern, wie der BrandIndex-Indikator „Buzz“ vermuten lässt.
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