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kolumne BrandIndex: Unsanfte Landung für Air Berlin

Kolumne von Holger Geißler

Auch in wirtschaftlich guten Zeiten geht es in der Luftfahrt turbulent zu. Der Kostendruck steigt, Positionierung und Image geraten in den Fokus – wie im Fall von Air Berlin, schreibt Holger Geißler von YouGov.

Hartmut Mehdorn Quelle: dpa
Hartmut Mehdorns Air Berlin verliert an Ansehen bei den Verbrauchern. Quelle: dpa

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Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, reagiert die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa mit einem Einstellungs- und Investitionsstopp auf die anhaltend schwierige Geschäftslage in der Luftfahrtbranche. Die Maßnahmen der als erfolgreich geltenden Lufthansa machen das Dilemma der Branche deutlich: Auch wenn es – zumindest der deutschen – Wirtschaft insgesamt gut geht, bleibt das Geschäft für die zahlreichen Airlines schwierig. Hohe Kosten und zum Teil auch Preiskämpfe machen den Anbietern das Leben schwer.

Service und Pünktlichkeit zählen wieder

Auch wenn die Verbraucher, aber auch die Geschäftskunden, nach wie vor preissensibel sind, so sind doch mittlerweile wieder Faktoren wie Service oder Pünktlichkeit in den Vordergrund gerückt. In der Folge gewinnt das Image der Airlines verstärkt an Bedeutung – doch nicht alle Gesellschaften können sich so gut positionieren wie etwa die Lufthansa.

Die Kranich-Airline steht im Markenranking mit aktuell 86 Brandindex-Punkten nach wie vor mit Abstand an der Spitze, dies geht aus einer Branchenanalyse hervor, die mithilfe des Markenmonitors YouGov BrandIndex erstellt wurde. Auf Platz zwei und drei folgen die Thomas-Cook-Tochter Condor (72 Punkte) und Emirates (66 Punkte) aus den Arabischen Emiraten. Das gute Abschneiden von Emirates dürfte die deutschen Wettbewerber alles andere als freuen, erhöht die Markenstärke von Emirates doch nochmals den Druck auf die Branche.

Querelen und schlechte Schlagzeilen

Air Berlin ist aus Verbrauchersicht nun sogar deutlich schwächer als Emirates und liegt nur noch auf einem mittleren Imageniveau. Grund hierfür sind die Querelen der vergangenen Monate rund um die zuvor so beliebte Airline.

Wer hat die meisten Starts pro Woche?

Platz 10: Air Baltic

Die lettische Fluggesellschaft fliegt ab Ende März bis zu dreimal täglich von München nach Riga und das ab 66 Euro. Air Baltic mit Sitz in Riga wurde 1995 gegründet. 2010 transportierte sie rund drei Millionen Fluggäste. Mit etwa über 1.200 Starts wöchentlich (im Juli 2011) liegt sie knapp hinter einer großen deutschen Billiglinie.

Bild: Pressebild

Bei den Verbrauchern sind die schlechten Schlagzeilen offensichtlich alles andere als gut angekommen. Zwar stabilisierten sich die Werte zuletzt wieder, allerdings liegen die Imagewerte derzeit mehr als 15 Prozent unter den zuvor gemessenen – und daran wird sich auch auf kurze Sicht nicht viel ändern, wie der BrandIndex-Indikator „Buzz“ vermuten lässt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.12.2011, 05:56 Uhrwerneremil

    erst versager in der Politik,dann versager bei der Bahn und nun wird eine der besten airlines vor die wand gefahren.schon das bullengesicht und die voellig unfaehigkei irgendein unernehmen zu fuehren ist nichts, gegen das ricehtige parteibuch.wann werden diese politik-abzockratten endlich zur verantwrtung gezogen?

  • 02.12.2011, 17:37 UhrMicki2

    zugegeben die Zeiten sind schwer, auch für die Luftfahrt; aber das Problem ist wie es bei der Bahn auch war, der Name Mehdorn !!!!!!!!!!!

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