
In der Regel findet jeder Zwischenfall mit einem Flugzeug sein Echo in den Medien. Dabei muss es nicht gleich ein Absturz sein, auch Beinahe-Unfälle und Service-Patzer der Airlines erregen die Öffentlichkeit. Fehler werden den Fluglinien nicht so leicht verziehen – kein Wunder, immerhin geht es um die Sicherheit von Menschenleben. Das aktuellste Beispiel: Germanwings. Wie erst jetzt bekannt wurde, entkamen Ende 2010 die Passagiere eines Germanwings-Jets beim Anflug auf den Kölner-Bonner Flughafen nur knapp einer Katastrophe. Giftige Dämpfe gerieten möglicherweise ins Cockpit und vernebelten den Piloten buchstäblich die Sinne. Nur dank aufgezogener Sauerstoffmasken konnten sie die Maschine sicher landen.
Bild: PresseAir Baltic: 33 Flugzeuge
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat mit 33 Flugzeugen, darunter 14 Boeing 737, derzeit auf Platz 9. Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass die Airline 20 weitere Maschinen beim Flugzeugbauer Bombadier bestellt hat.
Bild: dapdWizz Air: 35 Flugzeuge
Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an. Die Airline machte zuletzt Schlagzeilen, weil sie plant auch auf das Handgepäck Gebühren zu erheben.
Bild: PresseJet2: 36 Flugzeuge.
Die britische Billig-Airline Jet2 gibt es erst seit 2002, trotzdem hat sie mit 33 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit seinen 27 Boeing 737-Maschinen und weiteren neun Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.
Bild: dpaAer Lingus: 36 Flugzeuge.
Mit 33 Flugzeugen liegt Air Lingus gleichauf mit Jet2. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen 33 Airbus 320 und drei Airbus 321. RyanAir versucht, den irischen Konkurrenten zu übernehmen - der wehrt sich bisher jedoch erfolgreich.
Bild: dapdVueling: 46 Flugzeuge.
Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus 320. Neben acht Basen in Europa hat Vueling auch in Parlis-Orly, Toulouse und Amsterdam Flugzeuge und Personal stationiert.
Bild: PresseNorwegian: 63 Flugzeuge
Zu Norwegian gehören 63 Boeing 737, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört zu den großen im europäischen Luftraum. Das bewiesen auch die aktuellen Quartalszahlen: Norwegian machte im zweiten Quartal 2012 rund 16 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.
Bild: PresseFlybe: 67 Flugzeuge
Die britische Airline Flybe betreibt mit 49 Maschinen die größte Flotte an Bombadier DashQ8-400 Maschinen weltweit. Flybe hat seinen Sitz in Southhampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.
Bild: dpa/dpawebGermanwings: 32 Flugzeuge
Germanwings schafft es mit einer Flotte von 32 Flugzeugen so gerade in die Top 10 der europäischen Billig-Airlines mit den größten Flotten. Allerdings wird sie bald einen großen Satz nach vorn machen. Bis Mitte 2013 Jahres erhält die Lufthansa-Tochter zusätzliche Flieger vom Mutterkonzern. Die neue Germanwings soll nämlich zum nach Flugzeugen drittgrößten Billigflieger Europas ausgebaut werden. Geplant ist, dass sie alle Flüge abseits der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München übernimmt.
Bild: dapdEasyjet: 184 Flugzeuge.
Die britische Fluglinie Easyjet hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 55 Millionen Passagiere. Zu der Flotte gehören 151 Airbus 319 und 33 Airbus 320.
Bild: dpaRyanair: 293 Flugzeuge.
Mit einer Flotte von fast 300 Flugzeugen sind die Iren um den exzentrischen Chef Michael O'Leary unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Wegen hohen Treibstoffpreisen musste die irische Fluglinie zuletzt jedoch schlechte Zahlen verbuchen. Während der Umsatz im zweiten Quartal 2012 um 12 Prozent stieg, sank der Gewinn um satte 29 Prozent.
Air Baltic: 33 Flugzeuge
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat mit 33 Flugzeugen, darunter 14 Boeing 737, derzeit auf Platz 9. Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass die Airline 20 weitere Maschinen beim Flugzeugbauer Bombadier bestellt hat.
Beinahe-Unfall kostet Ansehen
Eigentlich genießt die Marke Germanwings für eine sogenannte Billig-Airline ein vergleichbar hohes Ansehen. Im YouGov-Markenmonitor BrandIndex zeigte sich die Marke bisher stabil. Der Durchschnittswert für 2012 liegt bislang bei +25 Punkten. Maximal können 100 Punkte erreicht werden. Seit dem Zwischenfall ist Germanwings jedoch in heftige Turbulenzen geraten. Ein Blick auf die Erhebungen der letzten Tage zeigt, dass die Marke im BrandIndex 31 Punkte verloren hat. Sie ist praktisch durchgesackt, von +27 Punkten auf -6 Punkte. Die Verbraucher sind offenbar sehr verunsichert.
Ryanair: Schlechtes Images, gut im Geschäft
Die besonders negative Bewertung steht womöglich auch in Zusammenhang mit der Diskussion um die Sicherheitsstandards beim irischen Konkurrenten Ryanair. Im August kam es bei einem halben Dutzend Ryanair-Flügen zu Problemen. Beunruhigende Worte wie „Notlandung“, „Motorschaden“ und „Treibstoffmangel“ prägten die Schlagzeilen. Das Image der Marke ist jedenfalls so schlecht wie nie. Im Mittel schafft Ryanair im BrandIndex seit einem Jahr kaum mehr als -60 Punkte. Seit den jüngsten Vorkommnissen hat die Marke noch mehr vom ohnehin geringen Ansehen verloren, aktuell markieren -73 Punkte den vorläufigen Tiefststand.
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