BrandIndex: Wo gibt’s das beste Wetter?

kolumneBrandIndex: Wo gibt’s das beste Wetter?

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Eine junge Frau läuft in Berlin bei anhaltendem Regen Richtung Fernsehturm.

Kolumne von Markus Braun

Wetter-Websites und -Apps profitieren vom anhaltenden Regen. Verbraucher haben klare Präferenzen, welchen „Wetter-Marken“ sie vertrauen. Eine Offline-Institution wird dabei online zum Insider-Tipp.

Die Wettervorhersage dient doch ohnehin nur dazu, um festzustellen, ob der Regen wärmer oder kühler wird. Das könnte man nach den vergangenen Wochen sarkastisch sagen. Trotzdem bleibt sie für viele wichtig. Und obwohl es die Basis-Informationen im Radio, im Fernsehen, in Zeitungen und Online – also praktisch überall und jederzeit – kostenlos gibt, geben Menschen Geld für Wetterinformationen aus.

Zum Zeitpunkt der Recherche für diesen Text waren unter den Top 10 kostenpflichtigen iOS-Apps zwei Wetter-Apps. Wie zufrieden die Verbraucher mit verschiedenen Online-Wetterdiensten gerade in Zeiten katastrophaler Überschwemmungen sind, zeigt der YouGov-Markenmonitor BrandIndex.

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Zu den oft gekauften Apps zählt die Pro-Version des Regen-Radars von WetterOnline. Tatsächlich scheint dieser Anbieter besonders stark von den aktuellen Wetterverhältnissen zu profitieren. Der Nutzwert von WetterOnline steigt in unseren täglichen Umfragen seit Wochen stetig an, während viele andere Wetter-Seiten und -Apps stagnieren.

Für alle von uns untersuchten Anbieter gilt jedoch, dass die Verbraucher im Mai und in der ersten Junihälfte weit mehr über sie gesprochen haben als noch im April – sei es persönlich unter Freunden oder online.

DWD bei Insidern beliebt

Bei den oben genannten Trends haben wir nur die Angaben derjenigen ausgewertet, die die jeweilige Marke kennen. Betrachten wir die Gesamtbevölkerung, wird deutlich, dass sich im Wesentlichen zwei Player den Markt untereinander aufteilen: Wetter.com und Wetter.de kommen beide auf einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad von mehr als zwei Dritteln der Verbraucher.

Daraus zu schließen, dass die beiden Wetter-Domains deshalb starke Marken sind, wäre allerdings falsch. Vor allem die eingängigen Domains helfen an dieser Stelle weiter. WetterOnline kennen dagegen nur weniger als halb so viele Deutsche. Auf demselben Niveau liegt Wetter24.de. Jeweils etwa jeder Fünfte gibt an, Wetter.de oder Wetter.com kürzlich genutzt zu haben; alle anderen Anbieter liegen im einstelligen Prozentbereich.

Zu den unbekanntesten Vorhersage-Diensten gehören zwei alteingesessene Marken: AccuWeather, 1962 in den USA gegründet, und DWD, der Deutsche Wetterdienst. Während letzterer immer wieder in den Nachrichten erwähnt wird, scheint dwd.de Verbrauchern nicht als Quelle geläufig zu sein, die sie selbst online nutzen können. Die DWD-App heißt zum Beispiel auch Warnwetter.

Filtern wir jedoch wieder nach Insidern, also denjenigen, die die Marke kennen, zeigt sich: Der DWD hat die größte Nutzerzufriedenheit unter allen von uns analysierten Wetterdiensten. AccuWeather kann allerdings selbst die Kenner der Marke nicht recht überzeugen.

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Wetter-App oder -Website dürfte die Qualität der Vorhersage sein. Dabei kristallisiert sich im BrandIndex aus Sicht der jeweiligen Kennern eine Spitzengruppe aus Wetter.com, DWD und Wetter.de heraus.

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