Bundesliga: Borussia Dortmund wirtschaftlich auf Rekordkurs

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Bundesliga: Borussia Dortmund wirtschaftlich auf Rekordkurs

von Peter Steinkirchner

Auch wenn der amtierende Deutsche Fußballmeister derzeit als Zweitplatzierter in der Bundesliga mit großem Abstand dem Konkurrenten aus München hinterherläuft – wirtschaftlich hat sich der Klub aus dem Ruhrgebiet in der ersten Halbzeit des laufenden Geschäftsjahres mehr als beachtlich geschlagen.

So stiegen die Erlöse der Borussen um 22,4 Prozent auf mehr als 124 Millionen Euro, im ersten Halbjahr 2011/12 waren es noch 101 Millionen Euro.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht seine Borussen damit auf Kurs, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Umsatz auf mehr als 250 Millionen Euro zu steigern. Die Ruhrstädter wären damit nach Bayern München erst der zweite Erstliga-Verein, dem dies gelingt. Zum Vergleich: Die Bayern, an denen Adidas und Audi mit jeweils 9,1 Prozent beteiligt sind, kamen in der vergangenen Saison auf einen Rekordumsatz von 373 Millionen Euro.

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Die Mehrerlöse der Dortmunder speisen sich nach der perfekten Vorsaison, als der BVB zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte sowohl Deutscher Meister wurde als auch den DFB-Pokal gewinnen konnte, aus verschiedenen Quellen. So legten die Einnahmen aus der TV-Vermarktung deutlich von knapp 39 Millionen auf 48 Millionen Euro zu und bilden weiterhin den mit Abstand größten Einnahmeblock.

Engagement lohnt sich auch für Puma

Um fast sieben Millionen Euro auf knapp 32 Millionen Euro stiegen die Einnahmen aus der Werbung – einen wesentlichen Anteil daran hat der neue Ausrüster Puma. Für die Strategie des krisengebeutelten MDax-Konzerns aus Herzogenaurach ist der BVB extrem wichtig: Puma muss wieder mit Sportartikeln punkten und da sind erfolgreiche Kicker mit dem Raubkatzen-Logo auf dem Leibchen extrem wichtig. Das Engagement scheint sich für die Franken jedoch nicht nur in Sachen Image, sondern auch unter dem Strich auszuzahlen: Immerhin konnte der BVB seinen Merchandising-Umsatz, der nun einmal zum größten Teil aus Trikot-Verkäufen besteht, um mehr als sechs Millionen Euro auf fast 18 Millionen Euro steigern.

Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Aufwendungen der Dortmunder; vor allem wegen der Erfolgsprämien an die Profis machten die Personalkosten nun 44 Millionen Euro aus. Das ist ein Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von zehn Millionen Euro, in Relation zum Gesamtumsatz jedoch solide.

Leistung der Profis entschiedet über den Gewinn

Unterm Strich landete der Fußball-Konzern zur Halbzeit damit bei einem Überschuss von 14 Millionen Euro – wie der Gewinn jedoch am Ende der Spielzeit aussehen wird, darüber entscheidet nach wie vor allem die Leistung der BVB-Profis um Mario Götze und Roman Weidenfeller auf dem Platz.

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Und da stehen der Borussia mit dem Viertelfinal-Hit um den DFB-Pokalspiel an diesem Mittwoch gegen den Erz-Konkurrenten aus München sowie dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den ukrainischen Oligarchen-Klub aus Donezk am 5. März in den kommenden acht Tagen Schlag auf Schlag zwei auch wirtschaftlich weichenstellende Begegnungen ins Haus.

Und eins dürfte klar sein: So sehr Kaufmann Watzke den Dortmunder Fußballkonzern auch ökonomisch auf Erfolg trimmt – bei diesen beiden brisanten Partien dürfte auch der BVB-Stratege den Taschenrechner sicher zu Hause lassen.

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