Bundesliga-Club: HSV - Wie wird der Schulden-Dino wieder fit?

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Bundesliga-Club: HSV - Wie wird der Schulden-Dino wieder fit?

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Kein Grund zum Jubeln: Den HSV drücken Schulden in Höhe von 100 Millionen Euro.

von Peter Steinkirchner

Pünktlich zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde mit dem Klassiker Mönchengladbach gegen Bayern München an diesem Freitag kündigt die Liga-Spitze erneut Rekordumsätze an – mahnt die Vereine aber zugleich eindringlich zu vernünftigem Wirtschaften.

Einen Auftakt nach Wunsch erlebten die Münchner Bayern im vergangenen August: Mit 3:1 besiegte die Millionen-Truppe von der Isar Borussia Mönchengladbach und startete nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte nach Maß auch in die neue Spielzeit. Gegner Gladbach entwickelte sich sportlich jedoch ebenfalls stark und gehört derzeit mit 25 erzielten von 27 möglichen Punkten allein aus den Heimspielen in der Hinrunde zu den stärksten Gastgebern der Liga. Gut möglich also, dass mit einem Erfolg der Borussen direkt im ersten Spiel nach der Winterpause der Kampf um die Meisterschaft noch einmal spannend wird.

Der Liga würde ein Auftaktsieg der Gladbacher sicher gut tun. Zwar sorgt die höchste deutsche Fußball-Klasse nach wie vor für sehr gute Einschaltquoten bei ARD, ZDF und auch beim Bezahlsender Sky. Doch mehr Spannung im Meisterkampf, in dem sich die Bayern bereits frühzeitig vom Rest der Liga abzusetzen drohen, kann nicht schaden, um die Quoten oben zu halten. Ohnehin sonnt sich die Liga derzeit in ihren Erfolgen. Geschäftsführer Christian Seifert ließ unter der Woche beim Neujahrsempfang der DFL bereits durchblicken, dass die 36 in der DFL organisierten Vereine der ersten und zweiten Liga in der vergangenen Saison erneut für Rekordumsätze gesorgt haben. Die sollen laut Branchenkennern die zwei Milliarden Euro-Marke, die die Eliteliga im Jahr zuvor bereits übersprungen hatte, erneut noch einmal deutlich übersteigen und zusammen mit der zweiten Liga bei deutlich mehr als 2,5 Milliarden Euro liegen. Die genauen Zahlen will die DFL am kommenden Dienstag in Frankfurt vorlegen.

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Vor allem der neue, seit der laufenden Saison gültige TV-Vertrag spült den Proficlubs mit gut 630 Millionen Euro pro Saison bis zur Spielzeit 2016/17 mehr Geld in die Kassen als je zuvor. Doch statt jetzt auf eitel Sonnenschein zu machen und sich allzu vordergründig zu brüsten, fand DFL-Chef Seifert trotz allen Selbstbewusstseins beim Empfang am Main auch kritische Worte für die Kollegen: Tatsache sei, sagte der frühere Medienmanager: „Die Klubs haben eine Milliarde Euro mehr zur Verfügung als noch vor zehn Jahren - und trotzdem reicht das Geld manchmal nicht aus.“ Beispiele dafür gebe es genug: So verweigerte die Liga etwa dem damaligen Zweitligisten MSV Duisburg die Lizenz. Seifert mahnte nachhaltiges Wirtschaften an: es könne nicht sein, „dass nach immer noch mehr Geld gerufen wird, sondern die Frage muss lauten: Warum reicht es nicht?“

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