Burger King : Whopper-Konzern einigt sich mit Lizenznehmer

Burger King : Whopper-Konzern einigt sich mit Lizenznehmer

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Der russische Investor Alexander Kolobov konnte das Burger King-Management vom Neustart überzeugen.

von Henryk Hielscher

Nach den Schlagzeilen um Hygienemängel und miese Arbeitsbedingungen folgt nun der Neustart: Burger King hat sich mit seinem größten deutschen Franchisenehmer geeinigt.

Monatelang haben sie gestritten, jetzt gibt es eine Einigung zwischen Burger King und dem russischen Investor Alexander Kolobov. Kolobov erhält mit seinem Unternehmen Firma Schloss Burger die notwendige Lizenz für den Weiterbetrieb seiner aktuell 84 Schnellrestaurants in Deutschland.

Vorausgegangen war ein Skandal um Hygienemängel und Arbeitsbedingungen in Burger-King-Filialen, die von Kolobov und seinem früheren Kompagnon Ergün Yildiz betrieben wurden. Burger King entzog dem Betreiberunternehmen, das damals unter dem Namen Yi-Ko firmierte, die Lizenz. Die Restaurants mussten schließen, und Yi-Ko meldete im Dezember 2014 Insolvenz an.

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Die wertvollsten Fast-Food-Marken

  • Methodik

    Einmal jährlich wählt das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown die wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden.

  • Platz 10

    Domino's Pizza - Markenwert: 620 Millionen Dollar

    Die zweitgrößte Pizzamarke der Welt kommt auf 9700 Filialen weltweit - in Deutschland gibt es allerdings nur 10 Niederlassung. Neben Pizza und Pasta sind auch Chicken Wings und Sandwiches auf der Karte zu finden.

  • Platz 9

    Taco Bell - Markenwert: 1,87 Milliarden Dollar

    Auch berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5700 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fastfood-Riesens Yum!-Brands.

  • Platz 8

    Burger King - Markenwert: 1,93 Milliarden Dollar

    Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.400 Filialen in 72 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

  • Platz 7

    Wendy's- Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

    Im Markenwert wird Burger King von einem US-Traditionsnamen sogar noch knapp überholt, obwohl die Kette nur auf 6.650 Filialen kommt - und das überwiegend in Nordamerika.

  • Platz 6

    Tim Hortons - Markenwert: 2,68 Milliarden Dollar

    Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

  • Platz 5

    Pizza Hut- Markenwert: 5,31 Milliarden Dollar

    Die 11.200 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt auf die klassische italienische Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

  • Platz 4

    Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 8,22 Milliarden Dollar

    Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

  • Platz 3

    Starbucks - Markenwert: 11,9 Milliarden Dollar

    Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser.

  • Platz 2

    Subway - Markenwert: 14,31 Milliarden Dollar

    Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gehen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von einem Konzern geschlagen.

  • Platz 1

    McDonald's - Markenwert: 81,02 Milliarden Dollar

    Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 33.000 Filialen in 119 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Nachdem Kolobov im Januar überraschend alle Außenstände beglichen hatte, wurde das Insolvenzverfahren wieder aufgehoben und die Restaurants eröffneten erneut unter der Marke Burger King. Die Fastfood-Kette hatte das zwar toleriert, aber bisher noch keiner dauerhaften Lizenz zugestimmt. Um die Wogen zu glätten, trennte sich Kolobov von seinem Geschäftspartner Yildiz, installierte ein neues Management um den Geschäftsführer Denis Korabljov und benannte seine Restaurant-Firmen um.

Das Burger-King-Management überzeugte der Neustart, wohl auch weil ein Scheitern der Verhandlungen zu herben finanziellen Einbußen auf dem wichtigsten Markt außerhalb der USA geführt hätte. Schon der Yi-Ko-Skandal hatte dem Unternehmen massiv geschadet. Nach den Berichten über die Yi-Ko-Läden wurden andere Filialen in Sippenhaft genommen, die Umsätze brachen ein.

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Noch 2013 wurden hierzulande mehr als zehn Prozent der weltweiten Burger-King-Umsätze erzielt. 98,1 Millionen Dollar spülte der Verkauf von Whoppern und Softdrinks allein im ersten Quartal 2013 in die Kassen. Ein Jahr später lag der Anteil des Deutschlandgeschäfts nur noch im einstelligen Bereich und wurde nicht separat ausgewiesen. Im Geschäftsbericht vermerkten die Amerikaner nur knapp, dass die "Schwäche in Deutschland" die guten Ergebnisse in Europa aufhebe.

Nun erhoffen sich wohl beide Seiten, dass der Betrieb ohne neue Schlagzeilen weitergeht. Für die 3000 Mitarbeiter in Kolobovs Filialen endet damit eine monatelange Hängepartie.

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 700 Burger-King-Restaurants, die von Lizenznehmern betrieben werden. Nach dem Neustart ist Kolobov, der auch in Russland rund 250 Filialen der Burger-Kette betreibt, auch weiterhin der größte Lizenznehmer der Fastfood-Kette in Deutschland.

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