Bus-Verband: Deutsche Post gehört nicht auf den liberalisierten Fernbusmarkt

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Ein Fernbus

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) kritisiert die Pläne der Deutschen Post, in den freigegebenen Markt für Fernbuslinien einzusteigen.

„Konzerne mit Staatsbeteiligung wie die Deutsche Post gehören nicht auf einen liberalisierten Markt“, sagte BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück. Es sei „doch mehr als verwunderlich, warum die Post nun neben Briefen auch Menschen befördern möchte, nachdem die Bahn vermeldete, dass sie sich lieber um ihr Kerngeschäft auf der Schiene kümmern will“.

Gleichzeitig forderte der BDO-Chef für die rund 4000 meist mittelständischen Busunternehmer in Deutschland mehr Unterstützung vom Staat. „Öffentliches Geld darf nicht nur in die Bahnhöfe fließen“, so Steinbrück. „Fernbusunternehmen brauchen attraktive Busbahnhöfe in zentraler und gut vernetzter Lage zum öffentlichen Nahverkehr.“

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Der BDO zieht eine positive Zwischenbilanz des seit Januar dieses Jahres liberalisierten Marktes: „Ende 2012 gab es 86 innerdeutsche Fernbuslinien – vor allem von und nach Berlin. Die Zahl der beantragten oder genehmigten Verbindungen hat sich seitdem etwa verdoppelt“, so Steinbrück. Der BDO-Chef sieht darin „weniger eine Konkurrenz für die Bahn als ein zusätzliches Angebot für den Kunden“.

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