Crowdfunding: "Vorbild Pornobranche"

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Crowdfunding: "Vorbild Pornobranche"

von Rüdiger Kiani-Kreß

Bands wie die Schweizer "The bianca Story" lassen ihre Platten von den Fans finanzieren.

Komplett von der klassischen Plattenindustrie abgekoppelt hat sich die Schweizer Band "The bianca Story". Nachdem ihre beiden ersten Alben vor allem bei Kritikern recht erfolgreich waren, wollen die Eidgenossen die 90.000 Euro Produktionskosten für ihr nächstes Werk nun komplett von ihren Fans finanzieren lassen.

Unter dem Motto „Wir hauen ein Loch in das verhärtete Gestein der Musikindustrie“ gehen die fünf noch einen Schritt weiter als die Berliner Avantgardisten Einstürzende Neubauten, die 2007 ihr Album „Alles Wieder Offen“ über eine auf 2000 Fans begrenzte Art Online-Community finanzierten. Diese bot Anhängern für 35 Euro besondere Nähe zur Band wie Email-Adressen mit "@neubauten.org"-Domäne sowie Internet-Chats, Videoübertragungen aus dem Aufnahmestudio und schließlich einem Konzert. "Vorbild war die Pornobranche", sagt Neubauten-Chef Blixa Bargeld und freut sich über das leichte Entsetzen seiner Gesprächspartner.

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The bianca Story hingegen verkauft eine ganze Palette aus Dienstleistungen vom „Musik-Befreier-Orden“ für zwei Euro über ein persönlich gewidmetes Gitarrensolo bei einem Konzert (50 Euro) oder Musikunterricht von einem Bandmitglied (120 Euro) bis zum eigens geschriebenen Song (8000 Euro), einem Wohnzimmerkonzert für 10.000 Euro oder gar einer gemeinsamen Besteigung des Matterhorns. Jeder Unterstützer bekommt natürlich die Platte vorab, handsigniert und mit einer besonderen Auszeichnung als „Kumpel“ der Schweizer-Gesteinshauer.

Der Anfang läuft vielversprechend. Bislang hat die Band fast 50.000 Euro zusammen.

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