Deutsche Bahn: Bahn-Chef Grubes Gehalt soll geringer steigen

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Wegen des Gewinneinbruchs im Jahre 2013, wollen Vertreter des Bundes Bahn-Chef Grube nur noch ein Gehaltsplus von zehn, statt der geplanten zwanzig Prozent genehmigen

von Christian Schlesiger

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn will die Vergütung der Vorstände neu regeln.

Das Kontrollgremium Bahnchef Rüdiger Grube will in diesem Jahr nur eine zehnprozentige Erhöhung des Grundgehalts um rund 90.000 Euro genehmigen. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Aufsichtsratskreisen des Konzerns.

Ursprünglich sollte das Festgehalt ab April dieses Jahres um 20 Prozent auf 1,08 Millionen Euro steigen. So war es zwischen Grube und Aufsichtsrat Ende 2012 abgemacht - als Teil der Vertragsverlängerung um fünf Jahre bis 2017. Als Grund nannten Kontrolleure den fast 60-prozentigen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr auf 650 Millionen Euro, den Grube dem Aufsichtsrat am kommenden Mittwoch präsentieren wird. Ein Gehaltsplus von 20 Prozent wäre in dieser Situation „nicht angemessen“, hieß es bei Vertretern des Bundes im Aufsichtsrat. Das Kontrollgremium will am Mittwoch darüber entscheiden.

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Auch beim variablen Gehalt plant der Aufsichtsrat Einschnitte. Der Bund stört sich zwar nicht an der Gesamthöhe, da Grube im Vergleich zu Dax-Vorständen wenig verdient. 2012 bekam Grube 2,66 Millionen Euro überwiesen. Aber die teils laschen Kriterien für die Boni, die in guten Jahren zwei Drittel der Millionenbezüge ausmachen, sind dem Aufsichtsrat „schon lange ein Dorn im Auge. Wir werden die Gehaltsvereinbarungen in Zukunft stärker an konkreten Qualitätszielen ausrichten“, heißt es im Aufsichtsrat. Ein Beispiel sei der Verkauf einer bestimmten Anzahl von Bahncards.

Kundenzufriedenheit 2013 und Abweichung vom Zielwert Quelle: Eigene Recherche

Kundenzufriedenheit 2013 und Abweichung vom Zielwert (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik)

Bild: Eigene Recherche

Schon seit 2012 hängen 50 Prozent der Boni auch von der Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden ab. Nach Informationen der WirtschaftsWoche liegt die Kundenzufriedenheit in der Logistiksparte um vier Prozentpunkte hinter dem Ziel für 2013 zurück und erreichte nur 70 Prozent. Der Fernverkehr kam im vergangenen Jahr auf einen Wert von 74 Prozent – drei Prozentpunkte unter Soll. Die Sparte Fahrwege schaffte nur 72 Prozent – zwei Prozentpunkte unter Plan. Regionalverkehr und Güterverkehr haben zwar ihre Zielwerte erreicht. Die Kundenzufriedenheit in den beiden Sparten liegt aber mit 68 beziehungsweise 63 Prozent auf niedrigem Niveau. Positiv schnitt der Vertrieb ab. Mit den Leistungen wie Ticketkauf waren 84 Prozent der Kunden zufrieden – geplant hatte die Bahn mit 79 Prozent.

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