Deutsche Bahn: Bahn-Technikchefin verlässt Konzern vor Umbau

Deutsche Bahn: Bahn-Technikchefin verlässt Konzern vor Umbau

, aktualisiert 15. Juli 2015, 15:21 Uhr
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Jochen Eickholt (l-r), CEO Rail Division Siemens AG, Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (CSU) und Heike Hanagarth, die scheidende Vorständin Technik bei der Deutschen Bahn.

Heike Hanagarth, die Technikchefin der Deutschen Bahn, legt ihr Mandat nach nur eineinhalb Jahren nieder. Sie verlässt das Unternehmen im Zuge des Konzernumbaus.

Der angekündigte Umbau der Konzernführung der Deutschen Bahn nimmt konkrete Züge an. Heike Hanagarth, Vorstand für Technik und Umwelt, scheidet Ende Juli aus dem Unternehmen aus, wie der Staatskonzern mitteilte. Der Vorstandsposten war erst vor eineinhalb Jahren geschaffen worden, auch um die Probleme bei der Beschaffung und Zulassung von Zügen besser in den Griff zu bekommen. Hanagarth ist die einzige Frau im Vorstand.

Die Personalie Hanagarth gilt nur als Vorstufe zu einer tiefergreifenden Reform: Als sicher gilt, dass auch Güterverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch im Laufe des Jahres ausscheidet und der Posten in dieser Form nicht mehr besetzt wird.

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Die wichtigsten Baustellen der Bahn 2015

  • S-Bahn Berlin

    Von Mitte Januar bis Anfang Mai wird auf der Nord-Süd-Verbindung der Oberbau, die Leit- und Sicherungstechnik und der Tunnel unter die Lupe genommen. In dieser Zeit ist die Strecke zwischen Gesundbrunnen und Yorkstraße gesperrt. Von Ende August bis Ende November wird außerdem eine Brückenkonstruktion am erst 2006 eröffneten Berliner Hauptbahnhof saniert. Fernzüge halten dann im unteren Teil des Kreuzungsbahnhofs.

  • Hannover-Göttingen

    Mitte Mai sollen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwölf Weichen erneuert werden. Während der Bauzeit wird die Strecke gesperrt. Der Fernverkehr wird von Hannover über die alte Strecke nach Göttingen umgeleitet. Das dauert 30 Minuten länger.

  • Köln-Frankfurt

    Von Mitte April bis Mitte Mai werden auf der ICE-Strecke 44 Kilometer Schienenstrang ausgewechselt. Dazu wird die Strecke durch den Westerwald an vier Wochenenden gesperrt. Die Züge werden dann am Rhein entlang fahren. Die Fahrzeit verlängert sich um 60 Minuten.

  • Köln-Aachen

    Die Strecke bekommt von Ende Juni bis Mitte August auf 22 Kilometern neue Gleise. Fernzüge fahren einen Umweg über Venlo und brauchen dafür 45 Minuten länger. Auf der Route Köln-Siegen werden im gleichen Zeitraum 35 Kilometer Gleise renoviert. Davon sind in der Bauzeit 77 Nahverkehrszüge betroffen, die durch Busse ersetzt werden.

  • Mannheim-Stuttgart

    Von Mitte September bis Ende Oktober werden auf der Schnelltrasse Gleise und Weichen ausgetauscht. Dafür wird die Strecke zwischen Kraichtal und Stuttgart-Zuffenhausen zeitweise gesperrt. Die Umleitung über die alte Strecke kostet 40 Minuten Fahrzeit.

  • Nürnberg-Ansbach

    Von Anfang März bis April wird ein zehn Kilometer langer Streckenabschnitt saniert. Zeitweise ist eine Sperrung nötig. Die Fernzüge der Linie Nürnberg-Karlsruhe werden über Treuchtlingen umgeleitet. Das dauert 40 Minuten länger als sonst.

  • München-Ingolstadt

    Auf dieser Route wird voraussichtlich noch bis August 2015 die Schienentechnik erneuert, damit Züge künftig dort mit Tempo 200 fahren können. Dabei muss ein alter Damm saniert, Gleise erneuert und neue Signalkabel verlegt werden. Ein Teil der Fernzüge muss über Augsburg umgeleitet werden. Das führt zu einer 30 Minuten längeren Fahrzeit.

In Kreisen des Konzerns wird auch mit der Ablösung von Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg gerechnet. Bahn-Manager halten zudem das Aus für Güterbahn-Chef Alexander Hedderich für sicher, dessen Sparte in den vergangenen Jahren stets die Geschäftsziele verfehlt hatte.

Dagegen wird mit dem Aufstieg von Ex-Kanzleramtschef Roland Pofalla in den Vorstand gerechnet, wenn der Chef der Rechtsabteilung Gerd Becht ausscheidet. Das von Ulrich Weber geleitete Personalressort soll den Angaben aus Konzernkreisen zufolge künftig von einer Frau besetzt werden, damit in der Unternehmensführung nicht allein Männer sitzen.

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