Deutsche Bahn: Frenzel kehrt zurück, Pofalla kommt

Deutsche Bahn: Frenzel kehrt zurück, Pofalla kommt

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Sigmar Gabriel will Rainer Sontowski durch einen Manager aus der Industrie ersetzen lassen, heißt es.

Michael Frenzel, ehemaliger Tui-Chef, soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn einziehen. Der Wechsel von Kanzleramtschef Ronald Pofalla ins Bahn-Management steht derweil fest.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) besetzt nach Angaben von Aufsichtsräten den Kontrollposten seines Ministeriums im Staatskonzern Deutsche Bahn überraschend neu. Staatssekretär Rainer Sontowski habe den Rückzug aus dem Gremium angekündigt, sagten Mitglieder des Aufsichtsrats am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Sontowski hatte seinen Posten bei der Bahn erst im Januar angetreten.

Gabriel wolle ihn offenbar durch einen Manager aus der Industrie ersetzen lassen, hieß es. Im Gespräch sei unter anderem Ex-Tui-Chef Michael Frenzel, ein Vertrauter von Altkanzler Gerhard Schröder. Weder Sprecher des Wirtschaftsministeriums noch der Bahn wollten sich zu der Personalie äußern.

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Sie wäre aus mehreren Gründen brisant: Zum einen koordiniert traditionell das Verkehrsministerium mit seinem Staatssekretär die Haltung der drei Regierungsvertreter (Verkehrs-, Finanz- und Wirtschaftsministerium) in entscheidenden Fragen bei der Bahn.

Dies wäre für den jetzigen Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald ungleich schwerer, wenn mit einem Manager aus der Wirtschaft ein unabhängiger Kontrolleur im Gremium sitzt. Zudem würde ein Aufsichtsrat Frenzel die Debatte um die Nachfolge des derzeitigen Chefkontrolleurs Utz-Hellmuth Felcht befeuern. Dieser war vom damaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geholt worden, seine Amtszeit läuft aber im nächsten Jahr aus.

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Frenzel war schon von 2001 bis 2005 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn, bis er nach einem Machtkampf mit dem damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn seinen Posten räumen musste.

Unterdessen wurde nun auch offiziell bekannt, dass der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla Manager bei der Deutschen Bahn wird. Er übernimmt zum 1. Januar 2015 den Posten eines Generalbevollmächtigten für politische und internationale Beziehungen. Das teilte die Bahn am Rande einer Aufsichtsratssitzung in Berlin mit.

Das Kontrollgremium habe die Entscheidung des Vorstands „zur Kenntnis genommen“, hieß es. „In einem späteren zweiten Schritt“ sei geplant, Pofalla in den Konzernvorstand zu berufen. Der Zeitpunkt dafür wurde offengelassen. Als Bevollmächtigter soll Pofalla auch die Bahn-Interessen bei der EU in Brüssel vertreten.

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