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exklusivDeutsche Bahn: Jetzt fallen die Kühlschränke aus

von Christian Schlesiger

Zwei Jahre nach den verheerenden Problemen mit Klimaanlagen kämpft die Deutsche Bahn erneut mit Kühlproblemen - dieses Mal in den Küchen der Bordrestaurants. Die Kühlschränke fallen immer wieder aus, wie die WirtschaftsWoche exklusiv erfuhr.

10. Platz - La Trompette - London

Französisches Essen in England - das bietet das hochklassige Restaurant „La Trompette“. In der Küche des eher schlicht gehaltenen Nobelrestaurants regiert der englische Koch Anthony Boyd. Im Londoner Stadtteil Chiswick sorgt er für die kulinarischen Leckerbissen. Zu denen zählt zum Beispiel mit Eis gefüllte Profiteroles in Schokoladensauce. Die Preise für ein Drei-Gänge-Menü liegen zwischen 27,50 und 42,50 Pfund (etwa 34,39 und 53,15 Euro). Das reicht im Ranking für den zehnten Platz.

Bild: Tripadvisor

Neue Sitze, neue Toiletten, neue Küchen. Eigentlich sollten die 44 ICE-2-Züge, die zwischen Köln und Berlin pendeln, die Reisenden mit modernem Ambiente und neuester Technik begeistern, da die Wagen seit zwei Jahren einem 100 Millionen Euro teuren „Re-Design“ unterzogen werden. Doch nun ärgert sich die Deutsche Bahn mit Problemen an den Kühlschränken herum.

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„Die Kühlung in den ICE-2-Zügen ist immer wieder gestört“, sagt ein Insider. Die Bordrestaurants müssen ihr Angebot dann einschränken oder es gibt überhaupt nichts mehr zu essen und zu trinken. Leider sei das bei weitem kein Einzelfall. „Das Thema kocht langsam hoch.“

Eine Stichprobe der WirtschaftsWoche hat ergeben: Bei mehr als der Hälfte von 20 ICE-Fahrten war das Angebot im Bordrestaurant aus technischen Gründen entweder eingeschränkt oder es gab gar nichts zu essen und trinken. Vergangene Woche hat sich auch der Vorstand der Fernverkehrssparte mit dem Thema beschäftigt.

Die aktuelle Werbekampagne der Deutschen Bahn: Was passiert, wenn die Kühlschränke ausfallen?
Die aktuelle Werbekampagne der Deutschen Bahn: Was passiert, wenn die Kühlschränke ausfallen?

„Wir sind an dem Thema dran“, sagt ein Sprecher der Bahn, „und haben Maßnahmen ergriffen.“ Unter anderem fahnden Bahn und Küchenlieferant Kiesel aus Schwaig bei Nürnberg gemeinsam nach Ursachen und Lösungen.

Das ist nötig. Denn wenn die Kühlung 30 Minuten lang nicht funktioniert, werden die Lebensmittel hygienerichtliniengemäß mitunter massenweise weggeschmissen. Auch für die Mitarbeiter in der Bordgastronomie ist die Pannenserie nicht nur peinlich, sondern auch persönlich von Nachteil.

Weil sie nichts mehr verkaufen können, kassieren sie auch keine Provisionen. Hinzu kommt der Ärger unter den Fahrgästen. Wer diesen Sommer im ICE eine längere Zugfahrt antritt, sollte besser nicht mit leerem Magen einsteigen. Besonders bitter für die Kinder: Das von der Deutschen Bahn in einer Werbekampagne versprochene kostenlose Eis gibt es mitunter einfach nicht.

1. Wann der Kaffee schon mal was kostete

Eigentlich war alles mal ganz anders geplant. Als die Deutsche Bahn vor 15 Jahren ihre erste DB Lounge im Frankfurter Hauptbahnhof eröffnete, war sie „als Rückzugsort für Erste-Klasse-Reisende konzipiert“, sagt Berthold Huber, Vorsitzender der DB Fernverkehr. Die Fahrgäste mussten ihren Kaffee selbst bezahlen. Betreiber war nicht die Deutsche Bahn, sondern die damalige Bahntochter Mitropa. Erst seit 2001, als Köln mit einer eigenen Lounge folgte, gab es Heiß- und Kaltgetränke umsonst. Inzwischen ist die Lounge ein "unverzichtbarer Bestandteil der Reisekette", sagt Huber. Orientiert hat sich die Bahn zunächst an den Airline-Lounges. Inzwischen folgt sie eigenen Marktbeobachtungen.

Bild: dapd

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.08.2012, 11:39 UhrWolfgang

    Ach wie ärgerlich ist das mit dem Strom, der mal wieder kurz wegen Phasenwechsel völlig "unerwartet" abgeschaltet wird. Das ist doch in Spanien auch nicht anders und dort laufen im AVE auch Velaro-Vorläufer von Siemens. Da muss man halt nur mal über den Zaun gucken.

  • 19.08.2012, 18:03 Uhrhelago

    Das kommt eben davon, daß die Bahn noch immer ein verkrusteter Staatsbetrieb ist. Freundchen Notheis kann bei einem möglichen Börsengang auch keine Kohle mehr scheffeln, weil ihm die dumme ENBW Geschichte seinen Arbeitsplatz gekostet hat, der ARME !!! Und wann man sich das auf der Zunge zergehen lässt: die Bahn hätte nur aus dem Grunde an die Börse gebracht werden sollen, damit sich irgendwelche Ami-Banken die Taschen füllen können. Die Verantwortlichen sollten geteert und gefedert werden....

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