Deutsche Bahn: Logistiksparte muss EU-Kartellbuße zahlen

Deutsche Bahn: Logistiksparte muss EU-Kartellbuße zahlen

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Lokomotiven auf dem Rangierbahnhof Maschen in Seevetal.

Die Bahn ist immer wieder Opfer von Kartellen und treibt Millionen von den Beteiligten ein, wenn Preisabsprachen auffliegen. Doch nun ist das Unternehmen als Täter in Erscheinung getreten.

Wegen unerlaubter Zusammenarbeit mit Konkurrenten muss die Logistiktochter der Deutschen Bahn eine EU-Kartellbuße von 31,798 Millionen Euro zahlen. DB Schenker habe den Markt für bestimmte Bahntransporte mit den Wettbewerbern Express Interfracht (Teil der Österreichischen Bundesbahnen) und Kühne + Nagel aus der Schweiz aufgeteilt, wie die Brüsseler EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.

Kühne + Nagel wurde die Buße erlassen, da das Unternehmen als Kronzeuge in dem Verfahren diente. Express Interfracht muss 17,356 Millionen Euro berappen. Allen Beteiligten gewährte die EU-Kommission Nachlässe, weil sie einem Vergleich zustimmten und damit die Vorwürfe anerkannten.

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Das Geschäftsjahr 2014 der Deutschen Bahn

  • Das Geschäftsjahr 2014...

    Das Geschäftsjahr 2014 der Deutschen Bahn im Vergleich zum Vorjahr und zur Konzernplanung.

    Quelle: PwC, Deutsche Bahn

  • Schienenpersonenverkehr

    2014: 79,8 Milliarden Personenkilometer

    Veränderung zu...

    2013: -0,7 Prozent

    Plan: -2,3 Prozent

    Quelle: PWC, Deutsche Bahn

  • Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr

    2014: 102,8 Milliarden Tonnenkilometer

    Veränderung zu...

    2013: -1,4 Prozent

    Plan: -2,8 Prozent

  • Umsatz

    2014: 39,7 Milliarden Euro

    Veränderung zu...

    2013: +1,5 Prozent

    Plan: k. A.

  • Eigenkapitalquote

    2014: 26 Prozent

    Veränderung zu...

    2013: -7,8 Prozent

    Plan: -15 Prozent

  • Operativer Gewinn nach Zinsen, vor Steuern

    2014: 1,3 Milliarden Euro

    Veränderung zu...

    2013: -7,8 Prozent

    Plan: -6,2 Prozent

„Die in den Fall involvierten Mitarbeiter sind nicht mehr für DB Schenker tätig“, sagte ein Bahnsprecher. Das Unternehmen prüft demnach Schadensersatzansprüche gegen die ehemaligen Mitarbeiter. „Sollten Schenker-Kunden aufgrund des von der EU-Kommission festgestellten Sachverhalts berechtigte Schadensersatzansprüche haben, sind wir selbstverständlich gesprächsbereit.“

In dem Verfahren geht es um Absprachen auf dem Markt für sogenannte Ganzzugdienstleistungen. Bei solchen Zügen werden die Waggons nicht unterwegs aufgeteilt oder abgestellt, was Zeit und Geld spart.

Die Unternehmen teilten Kunden und Fracht für den „Balkantrain“ und den „Soptrain“ untereinander auf, tauschten vertrauliche Informationen und koordinierten ihre Preise. Die unerlaubte Zusammenarbeit dauerte fast acht Jahre. „Balkantrain“ verbindet West- und Mitteleuropa und Südosteuropa, „Soptrain“ Mitteleuropa und Rumänien.

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