Deutsche Bahn: Zuverlässigerer Betrieb durch acht neue ICEs

Deutsche Bahn: Zuverlässigerer Betrieb durch acht neue ICEs

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Ein neuer ICE 3, Baureihe 407, steht am Hauptbahnhof in Berlin zur symbolischen Übergabe bereit. Im Dezember 2013 haben die ersten neuen ICE-3-Züge den Fahrgastbetrieb aufgenommen.

Nach langem Warten hat die Bahn acht neue ICEs in ihrer Flotte - von der größeren Zugreserve und moderner Technik sollen auch die Kunden etwas haben. Eigentlich sollen die ICEs aber in Nachbarländer rollen.

Die Bahn setzt dank einer lange überfälligen Lieferung weiterer ICE-Züge auf einen zuverlässigeren Betrieb für die Passagiere. „Die neuen ICEs erhöhen unsere Fahrzeugreserve“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube bei der Vorstellung eines ICE 3 am Mittwoch im Berliner Hauptbahnhof. Dies schaffe spürbare Entlastung angesichts knapper Ersatzzüge für Störungen „und damit auch eine bessere Pünktlichkeit“. Mit mehrjähriger Verspätung hat Siemens nun acht von 16 ursprünglich bestellten neuen ICE 3 an den bundeseigenen Konzern übergeben. Grube betonte, Ziel bleibe ein Einsatz der Züge auf grenzüberschreitenden Strecken. Es fehlen aber noch Zulassungen.

„Wir haben mit jedem der acht Züge einen Puffer von mehr als 440 Sitzplätzen“, sagte Grube. Die Hochgeschwindigkeitszüge seien zudem sparsamer, robuster gegen winterliche Beschädigungen durch Eis und hätten stärkere Klimaanlagen. Eigentlich sollten die ersten neuen ICE 3 Ende 2011 geliefert werden. Nach schwierigen Zulassungsverfahren und Technikproblemen kamen vier Züge aber erst im vergangenen Dezember und vier weitere nun bis Ende März. Der Auftrag für die 16 Züge hatte ein Volumen von 500 Millionen Euro. Als Ausgleich für die Verspätungen soll die Bahn von Siemens einen 17. Zug bekommen.

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Grube sagte: „Der neue ICE 3 war und ist vor allem für den Einsatz auf internationalen Verbindungen vorgesehen.“ Dies gelte für Strecken nach Brüssel, Paris und - als „unser Traum“ - nach London. Für die Fahrt durch den Ärmelkanaltunnel gebe es eine grundsätzliche Genehmigung. Zulassungen für andere Länder fehlten aber noch. Acht weitere ICEs aus dem Siemens-Auftrag machen derzeit Testfahrten in Frankreich und Belgien. Die Bahn will sie erst nach der Zulassung für beide Länder übernehmen. Ein Termin dafür steht vorerst nicht fest.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die Zulassung neuer Züge solle beschleunigt werden. Dafür sollten unter anderem private Prüfer als Bahn-Tüv beauftragt werden können. Er kündigte ein gemeinsames „Digitalisierungskonzept“ für die Bahn an. In Zügen und an Stationen müssten Reisende leistungsfähige Internetzugänge haben, da Bahnfahren inzwischen für viele Passagiere Arbeitszeit sei.

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