Deutsche Flugunternehmen: Mehr Störungen im Luftverkehr gemeldet

Deutsche Flugunternehmen: Mehr Störungen im Luftverkehr gemeldet

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Ein Flugzeug der Lufthansa landet am Flughafen in Frankfurt.

Deutsche Luftfahrtunternehmen melden immer häufiger Probleme im Luftverkehr. Das muss aber nicht zwingend an einer Zunahme der Störungen liegen.

Deutsche Luftfahrtunternehmen haben im vergangenen Jahr wesentlich häufiger über Probleme im Luftverkehr berichtet als zuvor. Deutsche Anbieter meldeten 2014 laut Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig 2483 Störfälle im In- und Ausland. Das sind 404 mehr als im Jahr 2013, wie die „Saarbrücker Zeitung“ mit Verweis auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen berichtete (Montag).

Die Zahl der gefährlichen Annäherungen von Flugzeugen unter Beteiligung deutscher Luftfahrtunternehmen stieg nach LBA-Angaben um 28 Prozent auf 208 Vorfälle. Im Jahr 2010 waren es lediglich 124. In 74 Fällen meldeten deutsche Anbieter im Jahr 2014 Turbulenzen (2013: 43). Die Zahl der Fälle, bei denen Piloten mit Laserpointern geblendet wurden, nahm hingegen von 322 auf 303 ab.

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Wie die Airlines ihre Flugzeuge leichter machen wollen

  • Bordunterhaltung

    Wenn Passagiere über ihre privaten Tablet-PCs auf Filme und Infos zugreifen, kann der Sitzmonitor wegfallen. Das spart, je nach Flieger, bis zu 250 Kilo Gewicht.

  • Licht und Lüftung

    Verbundmaterial und LED- statt Energiesparlampen sparen bis zu 40 Prozent Gewicht gegenüber alter Technik.

  • Funktionsräume

    Um mehr Sitzreihen unterzubringen, bauen die Airlines schmalere Toiletten und Küchen in ihre Flieger ein.

  • Kabineneinrichtung

    20 Kilo leichtere Kunststoffböden statt Webteppiche sparen Airlines bei Jets wie dem A330 Hunderttausende Euro im Jahr.

  • Service

    Neue Trolleys wiegen pro Stück acht Kilogramm weniger. Langstreckenjets heben so fast 200 Kilo leichter ab.

  • Ultraleicht-sitze

    Sitze mit dünneren Polstern ermöglichen eine engere Bestuhlung und sind rund ein Drittel leichter. Pro Flieger spart das mehr als eine halbe Tonne Gewicht.

  • Küche

    Kompaktere Küchen schaffen Platz für mehr Sitze. Die streckenoptimierte Füllung der Wassertanks senkt die Flüssigkeitslast im Mittel um 40 Prozent.

  • Premium Economy

    Die Klasse zwischen Business und Economy bietet Passagieren zwar mehr Platz, ist aber für die Airlines bis zu 20 Prozent profitabler.

Im Jahr 2010 waren insgesamt 1497 Störungsmeldungen eingegangen, das waren 40 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Den Anstieg der Störungsmeldungen insgesamt erklärte eine Sprecherin des LBA mit einer „verbesserten Meldekultur“ bei den Unternehmen.

Die Grünen warnten davor, den Schutz von Passagieren und Besatzungen zu vernachlässigen. „Unter dem Motto höher, weiter, schneller wird dem Wettbewerb der Vorrang vor der Sicherheit eingeräumt“, sagte Markus Tressel, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

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