Deutsche-Post-Chef Frank Appel: "Normalbetrieb schon am Montag"

Deutsche-Post-Chef Frank Appel: "Normalbetrieb schon am Montag"

, aktualisiert 10. Juli 2015, 17:53 Uhr
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Die Post will in den nächsten Tagen auch die letzten liegen gebliebenen Briefe und Pakete versenden.

Die Deutsche Post will laut Konzernchef Frank Appel nach dem Streik wieder den Normalbetrieb aufnehmen. Bald sollen die letzten liegen gebliebenen Briefe und Pakete ausgeliefert werden.

Die Kunden der Post können nach dem Ende des Dauerstreiks bald mit der Zustellung der liegengeblieben Briefe und Pakete rechnen. In vielen Niederlassungen sei der Rückstand schon abgebaut worden, in den restlichen werde dies noch im Laufe des Monats gelingen, sagte Post-Chef Frank Appel. „Das wird weder August noch September, da sind wir weit davon entfernt.“ Um schnell voranzukommen, sind auch an diesem Wochenende in besonders betroffenen Gebieten Sonntags-Zustellungen geplant.

An dem Streik bei der Post hatten sich täglich rund 30.000 Beschäftigte beteiligt. Millionen Briefe und Pakete blieben liegen, die jetzt Schritt für Schritt zugestellt werden müssen. Appel bezeichnete den Rückstand als moderat. Am Ende des Streiks sei eine Tagesmenge Briefe liegen geblieben, dies seien rund 60 Millionen. Zudem stapelten sich mehr als eine Million zusätzliche Pakete.

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Die Stärken der Deutschen Post

  • Profitabilität

    Alle Geschäftsbereiche arbeiten profitabel.

  • Express-Geschäft

    Besonders stark ist die Post im Express-Geschäft - der Anteil der Sparte am Gesamtgewinn (Ebit) 2012 beträgt 35,9 Prozent.

  • Briefmonopol

    Die Post hat einen Anteil am deutschen Briefmarkt von 90 Prozent.

  • Fernost

    Die Post ist Marktführer in Asien. DHL hat einen Anteil von 40 Prozent im Expressgeschäft, FedEx folgt mit 21 Prozent, EMS mit 14 Prozent, UPS mit 10 Prozent, weitere Anbieter halten 15 Prozent.

Die Kosten für den Streik werde die Post aber nicht auf die Kunden abwälzen. Es werde keine „Sonderpreismaßnahmen“ geben, versprach der Post-Chef. „Der Kunde hat schon gelitten, dass er schlechtere Qualität hatte, jetzt können wir nicht sagen, er soll auch noch dafür bezahlen.“ Auf dem scharf umkämpften Paketmarkt seien Preiserhöhungen ohnehin schwer durchzusetzen.

Der Poststreik hatte vor Ostern begonnen und ging zuletzt vier Wochen am Stück. Die genauen Belastungen durch den Streik hat das Unternehmen nach Worten von Appel noch nicht beziffert. „Natürlich wird er Auswirkungen haben auf unseren Umsatz und unsere Kosten.“ Viele Kunden, die während des Streiks abgesprungen seien, habe die Post aber auch schon wieder zurückgewonnen.

Nach Poststreik

Bei den Sonntags-Zustellungen werde man sich strikt an alle gesetzlichen Vorschriften halten, sagte ein Sprecher. Ausnahmen sehe das Arbeitszeitgesetz etwa beim Transport verderblicher Waren vor. Geplant sei unter anderem die Auslieferung von Lebensmittelpaketen sowie von Medikamenten- und Laborsendungen. Sonntagszustellungen während des laufenden Streiks waren auf heftige Kritik gestoßen.

Zentraler Streitpunkt waren neue Regionalgesellschaften im Paketdienst mit schlechterer Bezahlung als im Post-Haustarif. Hiermit konnte sich die Konzernspitze durchsetzen, verpflichtete sich aber zugleich, das Modell zunächst bis Ende 2018 nicht auf den wesentlich größeren Briefbereich zu übertragen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies dort auch danach nicht geplant, sagte Appel. „Bis 2018 passiert da gar nichts und darüber hinaus wahrscheinlich auch nicht.“

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