Deutsche Post: Ein guter Zeitpunkt für Preiserhöhungen

Deutsche Post: Ein guter Zeitpunkt für Preiserhöhungen

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Deutsche Post macht Kasse mit Paketgeschäft

von Jacqueline Goebel

Die Deutsche Post zeigt in ihren Quartalszahlen zufriedenstellende Gewinne, selbst im umkämpften Paketmarkt. Im nächsten Jahr dürfte es auch gut laufen – vor allem dank neuer Preiserhöhungen.

Es ist eins der großen Ziele der Deutschen Post DHL bis zum Jahr 2020: Der Bonner Konzern möchte in ganz Europa und in Asien vom Onlinehandel profitieren und zum wichtigen Paketdienstleister für Online-Shopper werden. Der Blick auf die Quartalszahlen verrät: Eigentlich läuft es gut.

Der Umsatz des Konzerns stieg im dritten Quartal immerhin um vier Prozent auf 14 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um fünf Prozent auf 677 Millionen Euro – auch wenn Analysten sich gut fünfzehn Millionen Euro mehr erhofft hatten.

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Das sind Post-Gebühren für Privatkunden ab 2015

  • Brief

    Der Brief wird ab 2015 teurer. Die Post hebt die Portogebühren für den Standardbrief zum Jahreswechsel – und das nicht zum ersten Mal. In den vergangenen drei Jahren hat die Deutsche Post die Preise erst von 55 auf 58 Cent, dann auf 60 Cent, und nun sogar auf 62 Cent erhöht.

  • Päckchen XS

    Schon in der Vorweihnachtszeit bieten Post und DHL Privatkunden ein neues Angebot für kleinere Sendungen: Päckchen bis 1 Kilogramm (max Größe 30 x 30 x 15 cm) können ab dem 15. November für 3,79 Euro verschickt werden. Der Haken an der Sache: Das Angebot gilt erstmal nur für Kunden, die die DHL Online Frankierung auf der Unternehmenswebsite nutzen. Ab dem 1. Januar 2015 ist das Angebot auch in den Postfilialen und DHL Paketshops verfügbar – kostet dann aber 3,95 Euro.

  • Päckchen und Paket S

    Ab Januar 2015 kostet das DHL Päckchen bis 2 Kilogramm (max Größe 60 x 30 x 15 cm) online 4,29 Euro, statt bisher 3,99 Euro. Beim Kauf in der Filiale werden künftig 4,40 Euro fällig, statt bisher 4,10 Euro. Wer ein Paket gleicher Größe verschicken will, zahlt 4,99 Euro.

  • Paket M

    DHL führt neben dem neuen Päckchen zum 1. Januar auch eine neue Gewichtsstufe für Pakete bis 5 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) ein. Der Preis liegt bei 5,99 Euro in der Online Frankierung und 6,99 Euro in der Filiale.

  • Paket L

    Pakete bis 10 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) können ab einem Preis von 7,49 Euro versendet werden (Online-Frankierung). In der Filiale kostet der Versand 8,49 Euro.

  • Paket XL

    Das Schwergewicht: Pakete bis 31,5 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) kosten künftig ab 13,99 Euro. Wer auf die Online-Frankierung verzichtet und in die Filiale geht, zahlt einen Euro mehr. Die Gewichtsstufe bis 20 Kilogramm entfällt für den privaten Paketversand übrigens völlig.

Einziges Sorgenkind ist der Frachtbereich, bei dem der Gewinn wegen der schwachen Konjunktur und Investitionen in die IT um knapp 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einbrach.

Bei dem Hoffnungsträger im Konzern, dem Bereich Paket – E-Commerce – Parcel (PeP) läuft es rund: Der Umsatz steigerte sich im dritten Quartal um 2,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Grund dafür ist vor allem der Paketbereich, der rund 35 Prozent der Sparte ausmacht. Um knapp sieben Prozent sei der Umsatz im deutschen Paketmarkt gestiegen, sagte Post-Finanzchef Larry Rosen bei der Vorstellung der Zahlen in Frankfurt.

DPD und UPS greifen an

Der Heimatmarkt ist das Vorbild, nach dem die Deutsche Post das Paketgeschäft in den anderen Ländern aufbauen will – und schon deshalb besonders wichtig. Doch die Straßen Deutschlands sind holprig für die Paketdienstleister: Weil auch sonst auf Geschäftskunden spezialisierte Anbieter wie DPD und UPS am Wachstum des Onlinehandels teilhaben wollen, steigt der Wettbewerbsdruck.

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Gleichzeitig wachsen die Kosten, vor allem im Personalbereich. Darunter leidet besonders die Deutsche Post: Im Schnitt zahle der Bonner Konzern doppelt so hohe Löhne wie die Wettbewerber, sagt Konzernchef Frank Appel. Doch die Post hat einen Ausweg aus dem Dilemma gefunden: Preiserhöhungen.

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