Deutsche Post: Paketdienst soll weltweit ausgebaut werden

Deutsche Post: Paketdienst soll weltweit ausgebaut werden

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel.

Die deutsche Post will ihre Paketnetze auf der ganzen Welt weiter ausbauen. Wegen des boomenden Online-Handels sieht der Konzern enorme Wachstumschancen.

Wegen des boomenden Online-Handels will die Deutsche Post ihren Paketdienst weltweit weiter ausbauen. Demnächst werde das Unternehmen in einem weiteren asiatischen Land mit dem Aufbau eines eigenen Paketnetzes beginnen, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte an: „Wir werden sicher noch weitere Länder machen.“

In Asien betreibt Deutsche Post DHL bislang nur in Indien ein eigenes Paketgeschäft. „E-Commerce ist ein enormer Wachstumsmarkt für uns“, sagte Appel in Südafrika, dem wichtigsten Markt des Dax-Konzerns in Afrika. Das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 56 Milliarden Euro setzt in den Staaten Afrikas südlich der Sahara mit etwa 8500 Mitarbeitern rund 900 Millionen Euro um. Appel erklärte, die Deutsche Post sehe Afrika in Zukunft als vielversprechenden Wachstumsmarkt.

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Was die Post mit ihrer Strategie 2020 erreichen will

  • Bessere Umweltbilanz

    Auch der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß soll verringert werden: Bis 2020 will die Post ihre Energie-Effizenz um 30 Prozent verbessern. Vor kurzem kaufte der Dax-Konzern zum Beispiel den deutschen Elektroauto-Entwickler Streetscooter auf.

  • Erste Wahl für Aktionäre

    Die Aktie Gelb soll weiter steigen: Post-Chef Frank Appel möchte zur ersten Wahl für Anleger werden. Zwischen 40 und 60 Prozent des Nettogewinns sollen die Aktionäre jährlich als Dividende ausgeschüttet bekommen.

  • Glückliche Kunden

    Auch die Kundenzufriedenheit soll steigen - auf über 80 Prozent. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche beschwerten sich allerdings vor allem deutsche Großkunden zuletzt über die Briefzustellung.

  • Mehr Gewinn

    Der Gewinn ist die wichtigste Ziellinie in der Strategie 2020: Bis zum Ablauf der Frist will Appel fünf Milliarden Euro Plus machen. Dazu müsste er pro Jahr den Gewinn um acht Prozent steigern. Die Brief- und Paketsparte, die ihren Umsatz vor allem in Deutschland macht, soll drei Prozent Gewinnsteigerung pro Jahr dazu beisteuern - das Expressgeschäft, die Logistik- und Speditionssparten müssen zehn Prozent mehr im Jahr verdienen.

    Kein anderer Dax-Konzern hat so konkrete und zugleich so ehrgeizige Ziele.

  • Wachstum in Schwellenländern

    In Deutschland hat der durch den Onlinehandel ausgelöste Paketboom die Deutsche Post weit nach vorne getrieben. Jetzt will der Bonner Konzern diesen Effekt auch in den Schwellenländern mitnehmen: Bis 2020 soll sich der Marktanteil in diesen Regionen von 22 auf 30 Prozent erhöhen. Der Fokus liegt dabei auf Brasilien, Indien, China, Russland und Mexiko.

  • Zufriedene Mitarbeiter

    Auch bei den Mitarbeitern möchte die Post die erste Wahl sein. Ziel des Vorstand ist es, in den Mitarbeiterbefragung eine Zustimmungsquote von über 80 Prozent zu erlangen. Zuletzt lag die Quote bei ungefähr 70 Prozent.

Die Post hatte erst kürzlich angekündigt, mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe ab September einen eigenen Paketdienst in Österreich zu starten. Die Post kontrolliere heute schon große Liefervolumen, die ins Nachbarland gingen, und könne dort auch bald profitabel Pakete selbst zustellen, sagte Appel. „Wir glauben, dass dieser Markt in Österreich deutlich wachsen wird.“ Da gebe es neben der österreichischen Post „auch noch Platz für einen zweiten signifikanten Spieler“.

Bislang betreibt die Post auch in Belgien, den Niederlanden, Polen und in Tschechien ein eigenes Paketgeschäft sowie demnächst auch in der Slowakei. Der Konzern beschäftigt weltweit knapp 500 000 Menschen.

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