Deutsche Post: Verdi ruft zu Warnstreiks ab 1. April auf

Deutsche Post: Verdi ruft zu Warnstreiks ab 1. April auf

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Ab dem 1. April könnte bei der Deutschen Post wieder gestreikt werden.

Der Tarifkonflikt zwischen Deutscher Post und Verdi spitzt sich zu. Zahlreiche Briefe und Pakete könnten vor Ostern auf der Strecke bleiben. Außerdem reicht die Gewerkschaft eine Klage gegen den Konzern ein.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi noch vor Ostern mit Warnstreiks gedroht. Sie werde ihre Mitglieder ab 1. April zu bundesweiten Warnstreiks bei dem Logistikkonzern aufrufen, teilte Verdi am Montag in Berlin mit. „Weitere Nebelkerzen am Verhandlungstisch brauchen wir nicht“, sagte Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Die Gewerkschaft fordert für die nach ihren Angaben 140.000 Tarif-Beschäftigten der Post eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Wann und wo die Warnstreiks stattfinden sollen, will Verdi erst kurzfristig bekanntgeben.

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Zudem klagt die Gewerkschaft nach eigenen Angaben vor dem Arbeitsgericht Bonn gegen die geplante Ausgliederung von Paketzustellern in 49 Regionalgesellschaften mit schlechteren Tarifbedingungen. Die Post will viele Zusteller für weniger Gehalt in kleinere regionale Gesellschaften ausgliedern. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es ab April die ersten Warnstreiks geben könnte“, hatte Post-Personalchefin Melanie Kreis bereits der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt.

Das sind Post-Gebühren für Privatkunden ab 2015

  • Brief

    Der Brief wird ab 2015 teurer. Die Post hebt die Portogebühren für den Standardbrief zum Jahreswechsel – und das nicht zum ersten Mal. In den vergangenen drei Jahren hat die Deutsche Post die Preise erst von 55 auf 58 Cent, dann auf 60 Cent, und nun sogar auf 62 Cent erhöht.

  • Päckchen XS

    Schon in der Vorweihnachtszeit bieten Post und DHL Privatkunden ein neues Angebot für kleinere Sendungen: Päckchen bis 1 Kilogramm (max Größe 30 x 30 x 15 cm) können ab dem 15. November für 3,79 Euro verschickt werden. Der Haken an der Sache: Das Angebot gilt erstmal nur für Kunden, die die DHL Online Frankierung auf der Unternehmenswebsite nutzen. Ab dem 1. Januar 2015 ist das Angebot auch in den Postfilialen und DHL Paketshops verfügbar – kostet dann aber 3,95 Euro.

  • Päckchen und Paket S

    Ab Januar 2015 kostet das DHL Päckchen bis 2 Kilogramm (max Größe 60 x 30 x 15 cm) online 4,29 Euro, statt bisher 3,99 Euro. Beim Kauf in der Filiale werden künftig 4,40 Euro fällig, statt bisher 4,10 Euro. Wer ein Paket gleicher Größe verschicken will, zahlt 4,99 Euro.

  • Paket M

    DHL führt neben dem neuen Päckchen zum 1. Januar auch eine neue Gewichtsstufe für Pakete bis 5 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) ein. Der Preis liegt bei 5,99 Euro in der Online Frankierung und 6,99 Euro in der Filiale.

  • Paket L

    Pakete bis 10 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) können ab einem Preis von 7,49 Euro versendet werden (Online-Frankierung). In der Filiale kostet der Versand 8,49 Euro.

  • Paket XL

    Das Schwergewicht: Pakete bis 31,5 Kilogramm (max Größe 120 x 60 x 60 cm) kosten künftig ab 13,99 Euro. Wer auf die Online-Frankierung verzichtet und in die Filiale geht, zahlt einen Euro mehr. Die Gewichtsstufe bis 20 Kilogramm entfällt für den privaten Paketversand übrigens völlig.

Mit der Ausgliederung will die Post vor allem Beschäftigten, die bislang befristete Verträge beim Mutterkonzern haben, einen dauerhaften Job bieten. Sie sollen aber nach dem Tarif der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden. Damit verdienen sie dann schlechter als im Mutterkonzern.

Für Kreis sind die Stellen in den Regionalgesellschaften dennoch „um Dimensionen besser als das, was die Wettbewerber anbieten“. Nach Angaben der Post haben mehr als 4000 Beschäftigte bereits die neuen Verträge unterschrieben.

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Die Deutsche Post hatte zum Auftakt der Tarifverhandlungen mit Verdi am 19. März überraschend ein Konzept zur Arbeitszeitverkürzung vorgelegt. Die Verdi-Forderung nach vollem Lohnausgleich klammerte das Management aber aus. Entsprechend verärgert reagierte die Gewerkschaft. Als nächsten Verhandlungstermin hatten die Tarifpartner den 14. April in Berlin angesetzt.

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