Deutsche Post: Verdi verzichtet bis zum 14. April auf Streiks

Deutsche Post: Verdi verzichtet bis zum 14. April auf Streiks

, aktualisiert 02. April 2015, 14:04 Uhr
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Tarifstreit bei der Deutschen Post: Briefe zur Auslieferung stapeln sich.

300.000 Pakete und sechs Millionen Briefe bleiben liegen: Die Post-Mitarbeiter legten auch am Donnerstag wieder in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder. Vorerst sind allerdings keine weiteren Streiks angedacht.

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post setzt Verdi die Warnstreiks bis zum 14. April aus. Dann ist der nächste Verhandlungstermin mit dem Post-Management. Das teilte Verdi am Donnerstag mit. Am zweiten Warnstreiktag haben erneut bundesweit Tausende von Brief- und Paketzustellern die Arbeit ruhen lassen.

Dies sei ein deutliches Signal der Beschäftigten, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Insgesamt seien am Donnerstag 10.000 Zusteller dem Aufruf der Gewerkschaft zu Warnstreiks gefolgt. Nach Angaben der Post fiel die Streikbeteiligung am Donnerstag mit 5.000 Teilnehmern allerdings niedriger aus als am Vortag. Insgesamt seien 4,8 Millionen Briefe und 240 000 Pakete liegen gelieben. Sie würden noch an diesem Samstag zugestellt.

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Am Morgen legten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bereits Beschäftigte in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder, darunter etwa in Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

Bereits am Mittwoch hatten nach Angaben von Verdi bei bundesweiten Warnstreiks mehr als 10.000 Brief- und Paketzusteller ihre Arbeit ruhen lassen. Sechs Millionen Briefe und 300.000 Pakete blieben liegen.

Deutsche Post Warum der Streik Wochen dauern könnte

Wegen Warnstreiks bei der Post müssen Kunden vor Ostern auf ihre Pakete warten. Ein Zustand, der anhalten könnte: Denn Verdi und die Post streiten nicht nur um Arbeitsstunden, sondern um die Macht über die Angestellten.

Mitarbeiter der Deutschen Post und des Logistikdienstleisters DHL bei einem Warnstreik. Quelle: dpa

Hintergrund der Proteste ist im Tarifstreit mit der Post die Forderung der Gewerkschaft nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Auf diesem Wege sollen die Beschäftigten dafür entschädigt werden, dass die Post mit der Gründung von regionalen Gesellschaften in der Paketzustellung nach Gewerkschaftsansicht vertragliche Vereinbarungen gebrochen hat. Dort wird weniger gezahlt als der Haustarif.

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