EADS: Bahnchef Grube soll in Verwaltungsrat einziehen

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EADS: Bahnchef Grube soll in Verwaltungsrat einziehen

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Bahn-Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube soll in den Verwaltungsrat von EADS einrücken.

Nach dem Einstieg des Bundes beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS soll Bahn-Chef Rüdiger Grube einem Medienbericht zufolge in den Verwaltungsrat des Konzerns einrücken.

"Wir halten ihn für einen qualifizierten Kandidaten", zitierte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Sonntag Regierungskreise. Grube erfülle aus Sicht von Regierungsvertretern gleich mehrere Voraussetzungen für den Job. Als Chef der Bahn, die im Eigentum des Bundes ist, besitze er das nötige Fingerspitzengefühl für Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist. Zudem sei er bereits früher als Manager bei Daimler für EADS zuständig.

Die Staatsbank KfW soll in den kommenden Wochen den EADS-Anteil übernehmen, den derzeit noch der Stuttgarter Daimler-Konzern hält. Die EADS-Eigentümer hatten sich vor wenigen Tagen auf eine neue Machtverteilung geeinigt. Deutschland kauft sich demnach erstmals direkt ein. Frankreich senkt seinen 15-Prozent-Anteil ab, so dass beide Länder höchstens je zwölf Prozent halten. Spanien als dritter Staatseigentümer besitzt künftig vier Die drei Staatsaktionäre erhalten jedoch keine Vetorechte und unterliegen einer neuen Stimmrechtsbeschränkung auf 15 Prozent. Sie kommen mit einer Anteilsquote von zusammen knapp 30 Prozent auf einen maßgeblichen, aber nicht bestimmenden Einfluss.

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Ende November berichteten mehrere Medien, dass Rüdiger Grube bis Ende 2017 Chef der Deutschen Bahn bleiben soll. Der Aufsichtsrat der bundeseigenen Deutschen Bahn plant überraschend früh, den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden zu verlängern. Der Beschluss dazu werde in der Sitzung am 12. Dezember gefasst, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Kontrollgremiums. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Das Unternehmen wollte ebenso wenig wie das Bundesverkehrsministerium zur Sache Stellung nehmen. Grubes derzeitiger Dienstvertrag läuft bis Mai 2014. Nun soll der 61-Jährige einen neuen Kontrakt mit einer Laufzeit von fünf Jahren erhalten, hieß es. Grube hatte den Spitzenposten bei der Bahn im Mai 2009 als Nachfolger von Hartmut Mehdorn angetreten.

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Zu Grubes Vertragssituation sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministerium in Berlin: „Das ist Angelegenheit des Aufsichtsrats.“ Er verwies darauf, dass Ressortchef Peter Ramsauer (CSU) und Grube vertrauensvoll zusammenarbeiteten. Beim Bund als Bahn-Eigentümer wird geschätzt, wie Grube den Konzern auf mehr Kundenorientierung in Deutschland ausrichtet und in neue Züge investiert. Nach der Datenaffäre, über die Mehdorn stürzte, hat Grube das Unternehmen wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt.

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