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exklusiv Ebay: Kein fester Termin für neues Bezahlsystem

von Oliver Voß und Matthias Hohensee

Die Internet-Handelsplattform Ebay hat offenbar Probleme bei der für den Sommer angekündigten radikalen Umstellung ihres Bezahlsystems in Deutschland.

Ebay-Logo Quelle: APN
Ebay will sein Bezahlsystem umstellen. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest Quelle: APN

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, gibt es noch immer keinen konkreten Starttermin. Zwar sollen bis zum 12. Juni alle gewerblichen Händler den neuen Zahlungsbedingungen zustimmen, doch wann die Umstellung erfolgen kann, wisse Ebay noch nicht.

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Nach dem Willen von Ebay sollen Kunden, die Artikel auf der Online-Plattform des Unternehmens erwerben, demnächst das Geld nicht mehr direkt an den Verkäufer zahlen, sondern zuerst an Ebay, von wo aus der Betrag mit einer gewissen Verzögerung an den Händler weitergereicht wird.

Die Umstellung werde mehrere Wochen dauern und nur schrittweise erfolgen, erklärte Ebay gegenüber der WirtschaftsWoche. Kunden werden dadurch mal beim Verkäufer bezahlen, dann wieder bei Ebay. „Das hat Potenzial für viel Verwirrung“, räumte ein Ebay-Sprecher gegenüber dem Magazin ein.

Wie häufig haben sich deutschsprachige User im Social Web über Marken geäußert? Mit dieser Frage beschäftigten sich Experten von Web-Analyzer.com. Dafür untersuchten sie insgesamt mehr als 3,6 Millionen Beiträge, die Internetnutzer im Monat April auf Facebook, Twitter, in Foren, Blogs oder auf Online-Portalen über 500 ausgewählte Marken im Netz verfassten.

Bild: dpa

Selbst dass alle gewerblichen Händler den neuen Zahlungsbedingungen zustimmen, wie Ebay es fordert, ist offenbar fraglich. Nach Informationen der WirtschaftsWoche liegt dem Rostocker Rechtsanwalt Johannes Richard, der mehr als 1000 gewerbliche Ebay-Händler berät, eine große Zahl von Einwänden der Betroffenen vor. „Juristisch ist das unprofessionell gemacht, vieles passt mit dem deutschen Recht nicht zusammen“, sagte der Internet-Recht-Spezialist dem Magazin.

Deutschland ist für das amerikanische Internet-Unternehmen der wichtigste Auslandsmarkt hinter Großbritannien.

Übersetzung von Angeboten in andere Sprachen

Der Online-Händler Ebay will mit Übersetzungssoftware das grenzüberschreitende Geschäft forcieren. „Wenn ein deutscher Verkäufer sein Angebot listet, soll er das künftig noch stärker als bisher weltweit tun können, indem beispielsweise sein Angebot automatisch in andere Sprachen wie in Russisch übersetzt wird “, kündigte Ebay-Chef John Donahoe im Interview mit der WirtschaftsWoche an.

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Zugleich äußerte sich Donahoe unzufrieden mit dem Image von Ebay in Deutschland. „Leider wird in Deutschland nicht richtig wahrgenommen, dass Ebay längst kein reiner Online-Auktionsanbieter mehr ist.“ Die Zeiten seien vorbei, dass Ebay sein Geschäft zu 70 Prozent mit Auktionen und zu 30 Prozent mit klassischem Handel mache. „Mittlerweile sind 70 Prozent unseres Angebots Neuwaren. Wir sehen in den USA immer mehr Offline-Händler, die Waren der vorherigen Saison oder der Generation davor über Ebay verkaufen, um ihre Lager zu räumen. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland.“

In den wichtigsten Märkten wie den USA, Großbritannien und Australien habe Ebay den Imagewechsel hinbekommen, was sich, so Donahoe, positiv auf die Umsätze auswirke. „Nur in Deutschland“, so Donahoe, „hapert es noch.“

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.06.2012, 09:12 UhrNeumann12

    Ich bin ebenfalls über 10 Jahre bei ebay gewesen und tue das nun nicht mehr. Ich habe mir einen Onlineschop unter www.bilderrahmenshop24.de erstellt und verkaufe dort meine selbst hergestellten Bilderrahmen. Von ebay und dem neuen Zahlungssystem rate ich eindringlich ab. Man sollte bedenken das man all seine Forderungen an ebay abtritt.

    Freundliche Grüße

    Wieland Neumann

  • 04.06.2012, 07:54 UhrSuperolli

    Oh ja, geht ihr mal alle. Bleibt mehr für mich. Weiter so!

  • 03.06.2012, 16:01 Uhrberater

    Die Liste der gierigen Verfehlungen, die wohl zum Ende von ebay führen werden, ist über die Jahre lang geworden: schnell steigende Gebühren für Verkäufer, zunächst den Zwang, paypal als Zahlungsweg anzugeben, Guthaben auf paypal unter 10 Euro werden nicht ausbezahlt, sondern einfach kassiert, hohe Käufergebühren, hohe Einstellgebühren, schlechter Service, Betrüger unterhalb einer Wahrnehmungsschwelle beim Umsatz werden ignoriert und vieles mehr.
    Ich rate die von mir betreuten online-Händler seit geraumer Zeit, schnellstmöglich den Vertriebsweg ebay zu verlassen, da dieser nicht mehr profitabel ist.

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