Einigung im Tarifstreit: Post-Angestellte bekommen höhere Löhne

Einigung im Tarifstreit: Post-Angestellte bekommen höhere Löhne

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Post ist beigelegt: Nach einem Verhandlungsmarathon einigten sich Management und Gewerkschaft am Morgen auf einen neuen Tarifvertrag. Details wurden zunächst nicht genannt.

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben sich nach einem mehr als 22 Stunden andauernden Verhandlungsmarathon auf Lohnerhöhungen für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten verständigt. "Wir haben eine Einigung erzielt", sagte ein Verdi-Sprecher am Freitag in Neuss. Auch ein Post-Sprecher bestätigte, dass in der dritten Runde der Tarifverhandlungen eine Übereinkunft erzielt wurde.

Verdi hat für den Vormittag die große Tarifkommission einbestellt, die den Abschluss noch absegnen muss und damit dann den in der vergangenen Woche begonnenen Warnstreiks ein Ende setzt. Details der Übereinkunft wollten die beiden Verhandlungsleiterinnen - Post-Vorstandsmitglied Angela Titzrath und die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis - im Laufe des Vormittags vorstellen.

Die Gewerkschaft hatte eine lineare Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent verlangt, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Verdi hatte die Forderung mit Warnstreiks unterstrichen. Insgesamt hatten sich der Gewerkschaft zufolge mehr als 10.000 Beschäftigte an den Protesten beteiligt. Die Warnstreiks hätten "zu keinen größeren Auswirkungen" geführt, bilanzierte dagegen die Post.

Die von den Warnstreiks betroffene Briefsparte war über Jahre ein Sorgenkind der Deutschen Post. Die Konkurrenz durch E-Mails hatte beim Brief die Sendungsmengen sinken lassen. Doch das Internet ist für die Post auch ein Segen: Immer mehr Verbraucher bestellen ihre Waren Online bei Internet-Händlern wie Amazon, die Briefträger der Post liefern die Pakete dann an die Verbraucher aus, das Geschäft boomt. Post-Chef Frank Appel erwartet für 2013 im Konzern einen operativen Gewinn (Ebit) in Höhe von 2,7 bis 2,95 Milliarden Euro. Der Unternehmensbereich Brief soll dazu 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro beisteuern - mehr als im Vorjahr: 2012 lag der operative Ertrag hier bei 1,05 Milliarden Euro.

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